Pläne für Möbelwerksgebiet Bützow : Ziel: Seniorenzentrum mit Seeblick

 <strong>Heute ist das  Gebiet</strong> der alten Möbelwerke noch eine Industriebrache. <foto>Archiv/Badenschier</foto>
Heute ist das Gebiet der alten Möbelwerke noch eine Industriebrache. Archiv/Badenschier

Zwei interessierte Investoren buhlen bei der Stadt um das Immobilien-Filetstück am Bützower See, das Möbelwerksgelände. Einer von ihnen, der DRK-Kreisverband Güstrow, stellt nun seine Pläne für das Grundstück vor.

svz.de von
04. März 2013, 06:26 Uhr

Bützow | Zwei interessierte Investoren buhlen bei der Stadt um das Immobilien-Filetstück am Bützower See, das einstige Möbelwerksgelände (wir berichteten). Einer von ihnen, das Deutsche Rote Kreuz, Kreisverband Güstrow, meldet sich jetzt mit seinen Plänen zu Wort, die er für das Grundstück hat:

Das aktuelle Vorhaben in Bützow sei vor wenigen Tagen erneut vom Präsidium des Deutschen Roten Kreuzes in Güstrow bekräftigt worden, teilte der Geschäftsführer des DRK-Kreisverbandes Güstrow, unserer Redaktion mit. "Mit seinem Konzept will der gemeinnützige Kreisverband den Senioren an der Warnow interessante Alternativen eröffnen. Dazu könnte auch eine neue Form des Seniorenwohnens zählen", so Peter Struve.

Auf der Liegenschaft der früheren Möbelwerke sollen nach bisherigen Vorstellungen des DRK zunächst mehrere Gebäude im Reihenhausstil mit jeweils vier bis sechs betreuten Seniorenwohnungen entstehen. Im Sinne der Barrierefreiheit werde eine eingeschossige Bauweise favorisiert. "So wird auch der Blick auf den Bützower See nicht unnötig eingeschränkt", meint Peter Struve. Die insgesamt 30 Wohneinheiten sollen durchschnittlich ca. 50 m² Wohnfläche aufweisen. Sie sind räumlich speziell auf die Belange älterer Menschen zugeschnitten.

"Die geplante Begegnungsstätte wird Bewohner und Interessenten aus der Umgebung zusammenführen. Darüber hinaus sollen Pflegeangebote, Betreuung und Dienstleistungen etabliert werden", so der DRK-Geschäftsführer.

Angesprochen werden wohl in erster Linie Senioren aus der Region, die nah am Bützower Stadtzentrum möglichst selbstständig ihren Lebensabend gestalten wollen, meint er. Bei der Realisierung könne sich der DRK-Kreisverband auf Erkenntnisse und Erfahrungen aus mehr als 20 Jahren Praxis stützen, betont Struve. Davon zeugen nach seinen Worten Seniorenzentren in Krakow am See, Teterow, Laage und Güstrow. Die so erworbene Fachkompetenz habe das Bundesfamilienministerium dem Güstrower DRK bereits drei Mal mit der Auszeichnung "Modellprojekt" bescheinigt, 2007 und 2009 im "Vierten Viertel" und 2011 beim Seniorengarten der Kreisstadt.

Deutet sich nun in Bützow erneut etwas Modellhaftes an? Vor der Antwort auf diese Frage steht erst einmal die Entscheidung der Stadtvertreter zum Verkauf des Grundstücks. Und dann würde auf dem Gelände erst einmal das große Aufräumen beginnen, ist sich Peter Struve im Klaren.

Ob aber das Deutsche Rote Kreuz von der Bützower Stadtvertretung den Zuschlag für das Gelände erhält, bleibt abzuwarten.

Gibt es doch noch einen zweiten Bewerber um das Areal. Dabei handelt es sich um einen Bützower, der zur Umsetzung seiner Ziele weitere Partner mit ins Boot holen will. Mit beiden Investoren-Kandidaten hat die Stadt bereits Gespräche geführt, außerdem stellten die Bewerber ihre Pläne bereits im nicht öffentlichen Teil mehrerer Hauptausschusssitzungen der Stadtvertretung vor, sodass dieser sich ein Bild von den Plänen machen konnte.

Eine Entscheidung, zunächst für die Stadtvertretersitzung am kommenden Montag, avisiert, wird aber noch einmal vertagt. "Wir warten noch auf eine Stellungnahme des Landkreises. Außerdem wird es in diese Woche noch einmal Gespräche mit beiden Bewerbern geben", erklärt Bützows Bürgermeister Sebastian Constien auf SVZ-Nachfrage. Erst dann können ein beschlussfähiger Vorschlag auf den Tisch kommen. Zu Einzelheiten äußert sich der Verwaltungschef nicht, verweist auf das Verfahren, das nicht öffentlich zu führen sei.

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