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Bützower Zeitung

11. Dezember 2017 | 08:30 Uhr

Bützow : Zerstörungswut auf dem Friedhof

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Türgriffe an beiden Eingängen seit Januar mehrfach zerstört und beschädigt / Diebstahl

svz.de von
erstellt am 11.Feb.2015 | 19:46 Uhr

Wer in diesen Tagen auf den Friedhof in Bützow geht, muss sich schon etwas über den Zustand der Eingangstüren wundern. Im Bereich Wismarsche Straße ist die Türdrückergarnitur völlig verbogen, wackelt bei jeder Berührung.  Am Zugang in der Kühlungsborner Straße fehlt die Klinke gänzlich. „Die lag heute vor unserer Tür“, berichtet Mathias Knappe von der Friedhofsverwaltung. 

Vandalismus an beiden Eingängen
Es ist nicht das erste Mal, dass die Türen an den Zugängen in Mitleidenschaft gezogen wurden. Seit Januar sei das Problem  aber akut geworden. So wurde eine Drückergarnitur  komplett geklaut und die Tür geschlossen. Es kam also auf diesem Weg niemand mehr rein oder raus.  „Dann haben wir es reparieren lassen“, erzählt Knappe. Aber kaum, dass alles neu montiert war, machte sich wieder jemand daran zu schaffen, löste Schrauben. Und auch nachdem ein noch  robusteres Schloss eingebaut und alles zusätzlich verschraubt wurde, wackeln die Türgriffe jetzt, nachdem sie erneut verbogen wurden. „Das ist nicht nur aus Versehen kaputt gegangen.“

Am anderen Eingang ein ähnliches Bild, nur dass die Griffe so verbogen und zerstört waren, dass die Tür aktuell offen steht und ohne Drücker auskommen muss.

Die Türen müssen einiges Aushalten, dessen ist sich die Verwaltung des Friedhofes bewusst. Den ganzen Tag gehen hier  Menschen ein und aus. Der eine mit mehr, der andere mit weniger Rücksicht. Die aktuelle Situation aber frustriert Mathias Knappe zunehmend – nicht nur, weil die Reparaturen auch mit Kosten verbunden sind.

„Wir haben keine Ahnung, ob uns hier jemand ärgern will“, ist Knappe ratlos. „Wir können es nicht nachvollziehen.“

Diebstahl ist an der Tagesordnung
Es ist nur die Spitze vom Eisberg, denn auch sonst werden regelmäßig auf dem Friedhof Harken oder andere Gegenstände gestohlen.  Im vergangenen Jahr verschwanden zwei Futterkästen und auch eine separat abgestellte Schubkarre fand offenbar einen neuen Besitzer. Zehn Prozent Schwund pro Jahr kämen so zusammen, rechnet Knappe vor.

„Der Friedhof ist ja eigentlich ein Ort der Ruhe. Und wir haben keine Möglichkeit uns zu werden“, stört ihn, wie wenig Achtung einige Menschen vor dem Besitz anderer haben. Denn auch Figuren oder Schalen von Gräbern würden regelmäßig verschwinden.

Eine Möglichkeit Diebstählen vorzubeugen wäre,  keine Harken und ähnliche Serviceleistungen anzubieten. „Aber will man wegen fünf, sechs Leuten 100 andere bestrafen?“, fragt Knappe und wirbt um Verständnis.

An die aktuelle Situation müssen sich Besucher dennoch fürs erste gewöhnen: „Wir werden das erstmal so lassen. Wir haben so unsere Bedenken“, rechne er damit, dass nach einer Reparatur direkt wieder ein Schaden auftritt.

Wer etwas gesehen hat oder Hinweise zu den Taten geben kann, kann sich an die Friedhofsverwaltung wenden unter Telefon 036841/26 29.

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