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Feuerwehr Zepelin : Zepelins Wehr ist ohne Führung

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Die Ortsfeuerwehren Zepelin und Oettelin sind derzeit ohne Führung. Bürgermeister schlägt Zusammenlegung vor

von
erstellt am 05.Apr.2016 | 21:00 Uhr

Die Freiwilligen Feuerwehren in Zepelin und dem Ortsteil Oettelin stehen vor einem ernsten Problem. „Wir haben im Grunde für die Feuerwehr in Zepelin keine Führung mehr“, berichtete Bürgermeister Hans Liesegang bei der jüngsten Gemeindevertretersitzung den Anwesenden von der Problematik. Schon zu Jahresbeginn deutete sich an, dass die Feuerwehr des Ortes bald ohne Spitze sein würde. Wehrführer Henry Braun scheidet aus Alters- und Gesundheitsgründen aus und sein Stellvertreter Frank Schröder hat ebenfalls das Amt abgegeben.

Eine sichere Nachfolge konnte bisher nicht geregelt werden. Nach einer Bedenkzeit erklärte sich Daniel Grigull bereit, das Amt des Wehrführers künftig zu übernehmen. Ihm fehlen jedoch derzeit die nötigen Lehrgänge. Bis er diese absolviert hat, bleibt die Wehr ohne Führung. Doch Bürgermeister Hans Liesegang ist zuversichtlich und übernimmt die Verantwortung: „Bis wir eine Lösung haben, habe ich den Hut auf.“

Im Ortsteil Oettelin spitzt sich die Situation nun ebenfalls zu, nachdem der dortige Wehrführer Dirk Kretschmann unerwartet verstarb. Bis auf Weiteres übernimmt sein Stellvertreter Frank Arbeiter kommissarisch das Amt. Damit stehen beide Wehren vor einer großen Herausforderung. „Wir planen mittelfristig den Zusammenschluss der beiden Feuerwehren Oettelin und Zepelin“, verrät Liesegang. So schwierig die Situation derzeit sei, wolle Liesegang dennoch nichts unüberlegt übers Knie brechen. „Wir warten jetzt erstmal ab“, so der Bürgermeister. Im April erfolge in der Gemeinde die Einweisung in das neue Feuerwehr-Gesetz. Diese wolle er abwarten, um die möglichen Konsequenzen einer Zusammenlegung abschätzen zu können.

„Die Wehr ist an sich immer noch einsatzbereit. Wenn Kameraden vor Ort sind, schmeißen die den Wagen an und fahren zum Einsatz“, so der Bürgermeister und: „Die Bestrebung, die Wehren zusammenzulegen, ist ja schon länger da.“

Natürlich gebe es in dieser Hinsicht von einigen Seiten Vorbehalte. Jedes Dorf würde an seiner Wehr festhalten wollen, so Liesegang verständnisvoll. Aber: „Letztendlich werden wir wohl nicht umhin kommen.“

Nichtsdestotrotz appelliert der Bürgermeister an die Zepeliner und Oetelliner und betont die Bedeutung beider Wehren für die Dörfer. Denn deren Aufgabe bestünde nicht einzig darin, Feuer zu löschen und im Notfall auszurücken. Die Kameraden seien in viele Dorfaktivitäten eingebunden und würden immer als Erstes gerufen, „wenn zum Beispiel mal was auf dem Sportplatz gemacht werden muss.

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