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Bützower Zeitung

16. Dezember 2017 | 12:17 Uhr

Bützow : Zepeliner kauft Bützower Bahnhof

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Poppe Gerken ist neuer Eigentümer / Mit Gewerbe und Mietwohnungen historisches Gebäude wiederbeleben

von
erstellt am 16.Sep.2014 | 16:08 Uhr

Seit zehn Tagen hat der Bützower Bahnhof einen neuen Eigentümer. Der Zepeliner Poppe Gerken hat das historische Gebäude erworben. Seit Jahren hatte die Deutsche Bahn AG versucht, das Gebäude zu veräußern. Nun gingen die Verkaufsverhandlungen  innerhalb eines halben Jahres über die Bühne, wie Gerken erzählt.

Im Frühjahr war er auf der Suche nach einen Investitionsobjekt, erklärt Poppe Gerken, der viele Jahre als Landwirt in der Region tätig war. Eher durch Zufall habe er  erfahren, dass der Bahnhof zum Verkauf stehe. „Dieses Gebäude hat mich schon immer interessiert. Wenn man von der Neuen Bahnhofstraße kommend auf den Bahnhof zufährt ist das  ein toller Anblick“, schwärmt der Zepeliner von dem denkmalgeschützten Gebäude. „Doch wer ist Ross und wer Reiter?“ Vor dieser Frage stand Gerken zunächst, um  beim  Geflecht Deutsche Bahn den richtigen Ansprechpartner zu finden. Die Bahn  erzählte dann, dass der Bützower Bahnhof nur im Paket mit dem Schwaaner Bahnhof und drei weiteren in MV zu haben sei. „Letztlich war mein Angebot wohl so gut, dass man mir ein Vertragsangebot nur für den Bützower Bahnhof unterbreitete“, erinnert sich Gerken. Weitere Verhandlungen folgten. „Am 29. August haben wir dann beim Notar den Kaufvertrag unterschrieben. Zehn Tage später habe ich das Geld überweisen.“

Der Wahlheimat Bützow ein Stück zurückgeben
Poppe Gerken kam vor 22 Jahren aus Ostfriesland nach Mecklenburg-Vorpommern baute hier eine Landwirtschaft auf, war aber auch auf anderen Feldern aktiv. „Die Region hat mir in den vielen Jahren ganz viel gegeben, ich möchte einfach etwas zurückgeben“, sagt Gerken. Im Erhalt und dem Wiederbeleben des historischen Bahnhofgebäudes sieht er eine Möglichkeit, Bützow weiter aufzuwerten.

Natürlich sei das ein unternehmerisches Risiko. Doch das zählt für den umtriebigen Geschäftsmann nicht. „Wenn keiner was unternimmt, passiert hier gar nichts. Ich denke immer positiv, wenn ich etwas angehe“, so  der  54-Jährige. Er hätte Ideen im Kopf und auch schon einige Gespräche geführt. „Auf jeden Fall möchte ich die Mitropa wiederbeleben. Ansonsten bin ich für jeden offen, der vielleicht mit seinem Gewerbe hier einziehen möchte“, sagt Gerken. Und dann hofft er, dass es immer noch Menschen gibt, die gerne und unbedingt in einem Bahnhof wohnen möchten. „Das Problem  bisher. Es gab keinen konkreten Ansprechpartner.“ Jetzt sei er es und jeder könne  sich an ihn wenden (Telefon 0174/5782954).

Er sei einfach gespannt und neugierig, wer seine Ideen im Bahnhof umsetzen möchte. Er würde entsprechend der  Wünsche dann den Umbau vornehmen.

Vor knapp zehn Jahren sanierte die Bahn die Hülle des Haus umfangreich. „Doch innen ist einiges zu tun, aber im überschaubaren Rahmen.“ Gerken setzt  auch auf das Urlaubsland MV „Bei Übernachtungen haben wir bezogen auf die Bevölkerung sogar Bayern überholt. Wir müssen einfach das Hinterland stärken, damit es  auch von den Gästen profitiert“, ist Gerken überzeugt.  „Der Bahnhof ist Bewegung. Er bringt Menschen hierher.“

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