Plattdeutsch : Xaver – un Lütten Sien ohne Strom

Klaus-Dieter Kaie
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Klaus-Dieter Kaie

So ´n bäten Plattdütsch: Biläwnisse tau ’n Smüstern un tau ’n Högen upschräwen

Stickendüster wier dat dissen Morgen. De Stratenlatüchten spendeten kein Licht. Stormwind hulte üm de Ecken. Man harr denken künnt, dat de Wode ünnerwägens wier. Äwer dat hebben de Minschen woll blots bät vör hunnert Johr glööwt. Hüt an ´n sössten Dezember mösste dat woll de Nieklaas sien. Doch de keem nie nich mit so einen Larm dorher.

In uns SVZ un in ´n Klönkasten wier all de Daag vörher ümmer de Räd von den Orkan „Xaver“ west. Hei wier dat ook, de uns Minschen wieste, wo lütt wi doch sünd un dat wi gägen de Naturgewalten nich väl utrichten können. An dissen Morg´n äwer seehg man all junge Männers in ´n Düstern up de Straat, de sick gägen den Stormwind upböömten un nah uns Füerwehrhus leepen. Sei wieren öwer den Ackerschnacker alarmiert worden, alldewiel bi uns in Lütten Sien all Dunnersdag an ´n Abend bi nägen rüm de Strom utfollen wier un Straaten dörch ümweihte Bööm nich befohrbor wieren. Uns Füerwehr hett an ´n Vörmiddag Straaten rüümt. Dorför bedanken wi uns.

As dat denn üm acht heller würd, hett sick ja jedein ierst eins dorvon öwertügt, wat Xaver anricht´t hett. Gröttere Schadens wieren nich tau seihn. Hier wier von ein Ficht de Kron awbraken, dor wier ein Boom orrer ´ne Aschtunn ümweiht un binah all Dackstein leegen noch dor, wo sei sien süllten. Gägensiedig hebben sick de Lütten Siener hulpen un anfungen uptaurüümen. Doch Strom harren wi noch nich! Nu würden all de, de up Elektrisch anwiest wieren, wedder eins gewohr, woans sei awhängig wieren. Heizung, Licht, kaaken – alles wier nich möglich! Dor wier dat doch schön, dat de Nahwer an de Husdör kloppte, de Klingel wier ja utfollen, un säd: „Wenn ji mögt, kamt tau einen heiten Morgenkaffe röwer.“

As denn an ´n Nahmiddag Klock vier de Strom wedder keem, freuten sick all, ook wenn buten de Storm noch towte.

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