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Bützow : Würdevoller Rahmen für Schlossplatz

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Erster Bauabschnitt soll 2017 realisiert werden

Die Neugestaltung des Schlossplatz-Areals rückt in greifbare Nähe. Die Stadtvertretung beschloss jüngst die grundsätzliche Planung und brachte auch den ersten Bauabschnitt ins Rollen. Die Mehrheit zeigte sich überzeugt von dem modernen Konzept der Berliner Arbeitsgemeinschaft des Architekten Markus Fiegl und des Landschaftsarchitekten Marek Jahnke.

„Unser Ansatz war, dem Schlossplatz der ehemaligen bischöflichen Burg den Rahmen wiederzugeben“, erklärte Fiegl der Stadtvertretung. Es solle ein würdevoller Rahmen geschaffen werden. Für den Ideenwettbewerb hatten die Architekten ein Konzept entwickelt, dass nun zu einem tragfähigen Leitbild weiterentwickelt werden soll. „Es ist in einigen Bereichen natürlich noch vage“, gab Fiegl zu bedenken.

Die Planung beinhaltet unter anderem einen Rundweg, der Rosengarten, Wallgarten und Schlossplatz verbindet. Gleichzeitig wird die vorliegende Straßenplanung einbezogen. Ein Thema, dass in allen Sitzungen immer wieder aufkam, ist der ruhende Verkehr. Auf dem Gelände des ehemaligen Möbelhauses solle kein Parkhaus entstehen, aber genügend Stellplätze, um den „nicht so attraktiven Parkplatz südlich des Schlosses eliminieren zu können“, so Fiegl weiter.

Ob die Fläche reicht, darüber machten sich einige Stadtvertreter sorgen. „Es wohnen Menschen in dieser Stadt und Menschen haben Autos“, so Ralf-Peter Katzer (UBB). Er zweifelte an, ob am Ende wirklich 100 Parkplätze auf der kleinen Fläche möglich sind. „Wir nehmen diese sportliche Herausfordeung an“, entgegenete Fiegl.

Die Stadt werde für das Großprojekt jedoch einen längeren Atem brauchen, erklärte der Architekt, der sich trotz mehrerer Nachfragen der Stadtvertreter nicht hinreißen ließ, eine Summe für das Gesamtprojekt in den Raum zu werfen. Zu unkonkret sei der aktuelle Planungsstand. Aber: „Man wird das Ganze nicht in einem Ruck schaffen“, so Fiegl. Derzeit sind fünf Abschnitte geplant, angefangen mit dem Rosengarten. Dort wütete der Tornado vor über einem Jahr, viele Bäume verschwanden. Für die Planung eröffne das jedoch neue Möglichkeiten, erklärte der Berliner. „Es wird eher eine offenere Grünfläche.“ Die Stadt hat für den ersten Bauabschnitt etwa 550  000 Euro eingeplant. Jedoch kommen für diesen Bereich auch Gelder in Frage, die zur Wiederherstellung von Grünanlagen bereitstehen, die vom Tornado betroffen sind. „Daraus leitet sich auch der Realisierungszeitraum ab“, erklärte Bürgermeister Christian Grüschow. Denn diese finanziellen Mittel stehen nur noch 2017 zur Verfügung. Entsprechend müsse der erste Abschnitt in der Planung nun weiter vorangetrieben werden, um pünktlich mit dem Bau beginnen zu können.

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erstellt am 18.Jul.2016 | 21:00 Uhr

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