Wohin mit dem vielen Schnee?

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01. Februar 2010, 09:55 Uhr

Bützow | Meterhohe Schneeberge an Häuserecken und Straßenrändern - in Bützow gelangen Autofahrer wie Fußgänger nur schwer voran. Doch wo sollen die ganzen Schnee-Massen hin? "Wir haben noch keine Entscheidung gefällt, ob wir spezielle Technik zum Räumen des Schnees anfordern", sagt Egon Kleinow, Leiter des Ordnungsamtes. Damit die gesamte weiße Pracht aus dem Ort geschafft werden könne, müsse Kleinow spezielle Fahrzeuge ordern. Wo, weiß er jedoch noch nicht. "Das Problem ist, dass alle professionell einsetzbaren Räumfahrzeuge schon unterwegs sind", erläutert der Ordnungsamtsleiter. Mit Lkw müssten die Schneemassen aus der Stadt transportiert werden. "Dazu müssten wir verschiedene Straßenabschnitte sperren, um die Massen wegzuschaffen", erläutert Kleinow. Zunächst würden dann wichtige Einfahrten - beispielsweise zu Rettungskräften - oder Kreuzungspunkte freigeräumt. Sofern noch mehr Schnee kommt, werde die Stadt solche Fahrzeuge ordern müssen.

Gestern waren zudem die Räumfahrzeuge vom Bauhof in und um Bützow unterwegs. "Einige Straßen wie zwischen Passin und Taschow??? können nicht beräumt werden", sagt Kleinow. Davon, dass der Schnee Kreuzungen, Wege und Einfahrten blockiert, kann Gabriele Belosa, Leiterin der Integrativen Kindertagesstätte der Lebenshilfe, ein Lied singen. "Am Morgen ging gar nichts mehr bei uns", sagt sie. Zufahrten und Parkplätze sei dicht gewesen. Doch die Hilfsbereitschaft unter den Vätern war groß: Viele wollten beim Beräumen mit anpacken. Schließlich rückte Landwirt Matthias Niederstraßer aus Neuendorf mit einem Traktor an und schob die Flächen frei, erzählt Belosa.

Wegen der Schneemassen an Straßenrändern waren Parkplätze in der Bützower Innenstadt gestern Mangelware. Einige Autofahrer haben ihre Pkw kurzerhand auf dem geräumten Marktplatz vor dem Rathaus abgestellt. "Sie haben sich relativ verantwortungsbewusst hingestellt und auch Ausfahrten offen gelassen", sagt Kleinow. Die Parkplatzsuchenden bräuchten derzeit keine Knöllchen fürchten: Die Politessen des Ordnungsamtes drücken momentan ein Auge zu.

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