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Bützower Zeitung

18. November 2017 | 01:53 Uhr

Schwaan : „Wir werden gebraucht“

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Freiwillige Feuerwehr Schwaan bilanziert das Jahr 2016 / First Responder Gruppe will effektiver genutzt werden

svz.de von
erstellt am 27.Feb.2017 | 06:00 Uhr

„Die freiwillige Feuerwehr ist in unserer Gesellschaft nicht wegzudenken und gerade das macht uns zu etwas Besonderem. Wir sind kein Verein – nein, wir sind eine Institution unserer Gesellschaft und wir werden gebraucht!“, so leitete Maik Baun, Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Schwaan die Jahreshauptversammlung ein. „Wir sind Helfer, die immer schnell zur Stelle sind, unabhängig von Tageszeit oder Aufgabe.“ Und das stellten die Schwaaner Blauröcke in 2016 bei 71 Einsätzen unter Beweis.

„Viele Einsätze werden mit einer gewissen Routine abgearbeitet. Aber es waren auch wieder einige Einsätze dabei, die unser ganzes Können und unsere Leistungsfähigkeit abverlangten“, sagte Maik Baun. Ein Bahnunfall mit Todesfolge in Wiendorf war ein solches Beispiel. Über sechs Stunden dauerte der Einsatz, bei dem auch Personen evakuiert werden mussten. Und nur einen Tag später brannte in Niendorf ein Einfamilienhaus. „Die beiden größeren Einsätze sind Einsätze, auf die wir uns das ganze Jahr über an den Dienstabenden vorbereiten, damit im Ernstfall schnell und richtig gehandelt wird“, sagte der Schwaaner Wehrführer.

83 Mitglieder zählte die Freiwillige Feuerwehr Schwaan per 31. Dezember 2016. Davon sind 38 Kameraden in der Einsatzabteilung, acht in der Reserve, 16 in der Ehrenabteilung und der Nachwuchs zählt 18 Mitglieder. Zusätzlich gibt es vier fördernde Mitglieder. Die aktiven Kameraden haben ein Durchschnittsalter von 35 Jahren.

Als Leiter und Initiator der First Responder Gruppe legte auch Thomas Kulow-Krehl Bericht ab. Diese zählt 16 Kameraden und rückte in 2016 25-mal aus. „Insgesamt kam 13 Menschen das System der First Responder Gruppe zugute, sodass wir vor dem Rettungsdienst an der Einsatzstelle waren und dem Hilfesuchenden helfen konnten“, sagte Thomas Kulow-Krehl. „Entgegen sämtlicher Vorurteile und Bedenken haben wir bewiesen, dass wir zu jeder Zeit einsatzbereit sind und die Eintreffzeit sowie personelle Verfügbarkeit sich sehen lassen können.“ Die Zahlen: Im Schnitt trafen 4,5 Kameraden 8,3 Minuten nach der Alarmierung am Einsatzort ein.

Kulow-Krehl lobte die Kameraden, die sich an der First Responder Gruppe beteiligen. So sei die zusätzliche, freiwillige Aufgabe auch mit Einschränkungen der Freizeit verbunden. Im Schnitt leisteten die Kameraden 1400 Stunden Bereitschaftsdienst pro Monat. In dieser Zeit gilt „Alkoholverbot, örtliche Verfügbarkeit und schnellstmögliche Einsatzbereitschaft, auch an Feiertagen, beim Brückenfest oder bei anderen Veranstaltungen. Dem gebührt Hochachtung und Dankbarkeit.“

Doch es kam auch Kritik auf. Denn noch immer werde die First Responder Gruppe nicht so genutzt, wie sie es getan werden könnte. Thomas Kulow-Krehl sagte jedoch, dass es Gespräche mit den ärztlichen Verantwortlichen gebe, wo die Problematik diskutiert wird.

Der 15-jährige Fiete Ohde von der Jugendwehr hielt außerdem Bericht. Er berichtete, dass die Mitgliederzahl von neun am Anfang des Jahres auf 18 am Ende des Jahres verdoppelt wurde. Fiete erklärte, was der Nachwuchs in 2016 alles unternahm und wie er sich fortbildete. Damit steht der Freiwilligen Feuerwehr Schwaan gut ausgebildeter Nachwuchs bereit.

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