Bützow : Winterdienst macht keine Pause

Kälte und Glätte machen ihnen nichts aus: Wolfgang Koch, Stefan Kraak, Ricardo Pinkow, Uwe Klein und Axel Thal vom Bützower Bauhof.
Kälte und Glätte machen ihnen nichts aus: Wolfgang Koch, Stefan Kraak, Ricardo Pinkow, Uwe Klein und Axel Thal vom Bützower Bauhof.

Die Männer vom Bauhof befreien Bützows Straßen von Eis und Schnee, denn der Winter kehrte noch mal zurück.

svz.de von
08. März 2018, 21:00 Uhr

Vom Ortseingangsschild bis zum Ortsausgangsschild sorgen sie regelmäßig dafür, dass Bützow nicht im Schnee versinkt. Und das, bevor die meisten das Haus verlassen. Die Männer vom Bützower Bauhof sind Frühaufsteher.

„Morgens um 4 Uhr hat einer Kontrolldienst. Er steht auf, schaut aus dem Fenster, macht vielleicht noch eine Kontrollfahrt und entscheidet dann, ob die Straßen geräumt werden müssen. Wenn ja, informiert er zwei weitere Kollegen und die erste Schicht beginnt mit den Arbeiten. Weitere Kollegen stoßen dann gegen 7 Uhr dazu und unterstützen mit Besen“, berichtet Bauhofleiter Rainer Jaretzky.

Sieben Männer kämpfen auf Bützows Straßen gegen Eis und Glätte. Manchmal muss der Chef auch selbst ran. Damit kommen auf einen Mitarbeiter zirka 1000 Einwohner in Bützow.


Hauptstraßen zuerst

Bis um 7 Uhr fahren die ersten drei Fahrzeuge durch den Ort, um Schnee und Glatteis zu beseitigen. Hauptstraßen, Bushaltestellen und öffentliche Plätze wie die Treppen vor dem Rathaus hätten Priorität, sagt der Bauhofleiter. Anschließend kümmern sich die Mitarbeiter um die Seitenstraßen und Parkflächen.

Viel zu tun gab es für den Winterdienst in der vergangenen und auch in dieser Woche. Hatte sich das Wetter zwischenzeitlich doch gebessert, so bescherte Graupel den Männern vom Bauhof nicht nur straffe Morgenstunden. Denn es gilt: So lange weitermachen, bis alles beräumt ist und die Verkehrssicherheit gegeben ist. Das bedeutet, dass sich die Männer bei weiterem Schneefall auch schon mal bis 20 Uhr bereit halten.

„Klar versuchen wir die Einsatzzeiten so gering wie möglich zu halten, aber bei richtig ätzenden Bedingungen müssen wir einfach flexibel sein und schon mal länger arbeiten. Dafür gibt es dann an anderen Tagen weniger zu tun“, so Rainer Jaretzky.

Ebenso entspannt sich die Lage am Wochenende. Da kann es auch mal verhältnismäßig spät losgehen. „Das richtet sich immer nach dem erwartbaren Verkehrsaufkommen. Am Sonntag ist natürlich weniger los auf den Straßen, und wir können uns zumindest etwas mehr Zeit lassen.“ Rainer Jaretzky ist bereits seit 18 Jahren Chef der Truppe und kann auf seine Langzeiterfahrung zurückgreifen. Zuvor war der heutige Bauhofleiter gelernter Heizungsbauer und auch 20 Jahre lang Hausmeister in einer Schule.

Harter Winter im Jahr 2010

„Als damals ein Nachfolger für den Bauhofleiter in Bützow gesucht wurde, erfüllte ich wohl alle Voraussetzungen. Ich war jemand, der sein Auto selber repariert und jede Schaufel dreimal in der Hand hatte. Die Verantwortung traute man mir wohl zu“, sagt Rainer Jaretzky.

Der härteste Winter, an den er sich erinnern kann, geht zurück in das Jahr 2010. So schlimm sei es bis jetzt nicht. Dennoch benötigte der Winterdienst von November bis März zirka 60 Tonnen Streugut und 35 Tonnen Kies, um die Sicherheit auf Straßen und Gehwegen zu gewährleisten. Dabei geht der Winterdienst sehr sparsam mit seinen Ressourcen um, verwendet ein Wasser-Sole-Gemisch. Das verbrauche nicht nur weniger Streugut, sondern lasse den Schnee auch besser schmelzen, sagt der Bauhofleiter.

Wenn der Frühling in den kommenden Wochen die kalten Wintertage ablöst, ist jedoch nicht alle Arbeit getan. „Wir haben am Wochenende auch im Sommer immer Rufbereitschaft, falls etwas im Ort geschieht. Dazu gehören nicht nur umgefallene Bäume, sondern – man mag es kaum glauben – auch Wildunfälle im Stadtgebiet“, erläutert Rainer Jaretzky.

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