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Bützower Zeitung

11. Dezember 2017 | 03:17 Uhr

Steinhagen : Wikinger am Rühner See

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Ein Pfadfinder-Stamm hatte bis gestern seine Zelten am Ufer aufgeschlagen

von
erstellt am 28.Jul.2016 | 05:00 Uhr

Geländespiele, Touren in die Natur und jede Menge Zeit mit Freunden – der Pfadfinder-Stamm Heilig Kreuz Dülmen hatte mehr als zwei Wochen seine Zelte in Steinhagen aufgeschlagen. Dort und in der gesamten Region haben die etwa 90 Jungen und ihre Betreuer jede Menge Abenteuer erlebt.

Die Pfadfinder aus Dülmen bei Münster veranstalten jedes Jahr ein Camp. Bereits zweimal führte es sie nach Mecklenburg-Vorpommern, Steinhagen war jedoch die erste Station in unserer Region. „Die Stimmung war die ganze Zeit über super. Wir waren von der Landschaft hier sehr angetan“, sagt Dennis Vogelsang, der erste Vorsitzende des Pfadfinder-Stamms. Auch die Gastfreundschaft und Hilfsbereitschaft sei toll gewesen.

Das Camp in Steinhagen stand unter dem Motto „Wikinger“. In der ersten Woche standen Gelände- und Stationsspiele im Mittelpunkt, bei denen Geschicklichkeit, Kraft und Wissen gefragt waren. In der zweiten Woche machten sich die verschiedenen Altersstufen – die Pfadfinder gliedern sich in Wölflinge, Jungpfadfinder, Pfadfinder und Rover – zu ihren Touren auf. Die Wölflinge übernachteten unter freiem Himmel, die Jungpfadfinder machten sich auf zu Dreitages-Wanderungen zur Sternberger Seenplatte, nach Wismar und Bützow. Die 14- bis 16-jährigen Pfadfinder waren fünf Tage unterwegs, zu Fuß und mit dem Kanu steuerten sie unter anderem Rostock und die Ostseeküste an. Die Rover (16 bis 21 Jahre) fuhren mit dem Fahrrad Richtung Müritz und unternahmen Kanutouren, die mehrere Tage dauerten.

„Diese ganzen Aktivitäten fördern den Zusammenhalt in der Gruppe“, sagt Lagerleiter Marko Schnieder. Besonders bei den Kleinsten sei die persönliche Entwicklung während des Zeltlagers sehr schön zu beobachten, sagt Dennis Vogelsang. Ein Grund dafür könnte auch die Regel sein, dass elektronische Geräte im Lager verboten sind. „Wir haben Strom für das Lagertelefon und für die Küche, mehr nicht“, so Marko Schnieder. Hinzu kommt die Verantwortung, die die Kinder und Jugendlichen im Camp übernehmen müssen. „Sie werden in alle Arbeiten mit eingebunden“, sagt Dennis Vogelsang.

Das Engagement der Betreuer ist ehrenamtlich. „Viele nehmen extra den Jahresurlaub für das Camp. Wir sind im Grunde ein großer Freundeskreis und kennen uns schon seit wir bei den Pfadfindern angefangen haben“, erzählt Marko Schnieder.

Gestern Vormittag machten sich die Pfadfinder wieder in Richtung Heimat auf.

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