Deutsche errudern Gold, Silber und Bronze : Wiebke Hein ist U23-Weltmeisterin

<strong>Wiebke Hein holte</strong> im Trikot der deutschen Nationalmannschaft Gold. <foto>zvs</foto>
Wiebke Hein holte im Trikot der deutschen Nationalmannschaft Gold. zvs

Teilnehmer/innen des Deutschen Ruderverbandes haben bei der U23-Weltmeisterschaft erfolgreich Gold, Silber und Bronze geschürft. Die Siegerfaust in die Luft streckte die gebürtige Bützowerin Wiebke Hein.

svz.de von
16. Juli 2012, 08:49 Uhr

Trakai/Bützow | Die Teilnehmer/innen des Deutschen Ruderverbandes haben bei der U23-Weltmeisterschaft im litauischen Trakai erfolgreich Gold, Silber und Bronze geschürft. Nach Schluss der Finalläufe fiel die Bilanz positiv aus: vier erste, sechs zweite und fünf dritte Plätze.

Erfreulich, dass an der Ausbeute auch Aktive aus Mecklenburg-Vorpommern Anteile besaßen.

Die Siegerfaust in die Luft streckten im Leichtgewichts-Doppelzweier die gebürtige Bützowerin Wiebke Hein vom Olympischen Ruder-Club Rostock und ihre Hamelner Partnerin Nora Wessel. Das Duo hatte bereits Vorlauf und Halbfinale souverän dominiert und galt für den Kampf um den WM-Titel als Favorit. Beide hielten den Vorschusslorbeeren dann auch stand. Hein/Wessel starteten verhalten, lagen bei 500 Metern auf Position fünf. An der 1000-Meter-Marke hatte sich das Bild an der Spitze aber geändert. Die Bundesrepublik führte vor Neuseeland und Spanien. Und die Kombination aus Rostock/Hameln behielt auch auf dem zweiten "Tausender" jederzeit die Kontrolle über die Gegnerschaft und siegte in 7:23,26 Minuten vor den Niederlanden (7:25,63) und Neuseeland (7:25,69).

"Erst erfolgreich die Abiturprüfungen gemeistert und jetzt mit dem Titel den I-Punkt auf eine tolle Saison gesetzt", freute sich Wiebke Hein. In Trakai (Litauen) krönte der 21-jährige Schützling von Trainer Karsten Timm die gute Bilanz der Teilnehmer aus Mecklenburg-Vorpommern. "Sie haben sich von dem hohen Starttempo der Konkurrenz nicht beeindrucken lassen, eine Kohle draufgelegt und sich bis zur 1000-Meter-Marke die Führung erkämpft. Auf der zweiten Streckenhälfte verwalteten die beiden souverän ihre zwei Sekunden Vorsprung und gewannen nach dem enttäuschenden fünften Platz im vergangenen Jahr diesmal verdient", lobte Karsten Timm das Duo Hein/Wessel für sein taktisch klug gerudertes Rennen.

Wie es jetzt mit Wiebke Hein weitergeht, ist noch nicht 100-prozentig klar. "Ob Studium und Sport oder nur Studium, darüber werde ich in den folgenden Urlaubstagen nachdenken und entscheiden", sagte die mit Modellmaßen ausgestattete mögliche Nachfolgerin der "großen" Marie-Louise Dräger.

Heinrich/Ocik fahren Bronze ein

Eine Bronzemedaille fuhr Paul Heinrich mit dem Schweriner Hannes Ocik im Zweier ohne ein. Zwar war gegen die überragenden Briten (6:44,85) kein Kraut gewachsen, doch die Mecklenburger Crew hielt noch bei 1000 Metern Platz zwei, musste dann nur Südafrika den Vortritt lassen. Alle Versuche der USA, in dieser Klasse auf das Treppchen zu gelangen, wehrten Heinrich/ Ocik mit insgesamt 6:48,81 und einem Vorsprung von 1,6 Sekunden auf die Amerikaner ab.

Zuvor hatte sich die ebenfalls von der Schweriner Rudergemeinschaft stammende Anne-Sophie Agarius mit der Hanauerin Lisa Kemmerer im Zweier ohne der Damen Platz drei gesichert.

Gut in Szene setzte sich mit dem Erreichen des Finals und Rang sechs im Vierer mit der Stralsunder Daniel Wolter.

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