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Bützower Zeitung

22. November 2017 | 12:18 Uhr

Bützow : Wie weiter mit dem Stadtfest?

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

SVZ-Leser zur Zukunft der Gänsemarkttage – die Meinungen variieren

svz.de von
erstellt am 06.Sep.2017 | 08:00 Uhr

Wie soll es weitergehen mit der Langestraße und den Bützower Gänsemarkttagen? Diese Frage haben wir in der Sonnabendausgabe aufgeworfen. Die Reaktionen:

Wolfgang Schubert: „Eine erneute Sperrung der Langestraße erwies sich als nicht unbedingt notwendig. Die Kosten, die dafür aufgelaufen sind, lassen sich bestimmt anderweitig besser verwenden. Die Firma Schiffszubehör Knoll könnte, wie auch schon in den Jahren zuvor, einen gut frequentierten Platz in der Schloßstrasse haben. Die Geschäfte könnten trotzdem während des Festes geöffnet bleiben beziehungsweise auch mit einem eigenen Stand auf dem Gelände vertreten sein.

Einen Kunsthandwerkermarkt, wie von Frank Schröder vorgeschlagen, halte ich für passend. Es gibt in unserer Umgebung viele Handwerker, die schöne Gebrauchskeramik herstellen. Vielleicht könnte der Markt am Sonntag stattfinden und dafür die Stände der Vereine vom Vortag genutzt werden. Ich weiß, dass dieses von der Stadtverwaltung schon ausgelotet wurde.

Eine zweite Bühne auf dem Markt finde ich nicht sinnvoll. Es würde das Festgeschehen auseinanderreißen und unnötige Kosten verursachen. Das Programm auf dem Schlossplatz habe ich als unterhaltsam und weit gefächert empfunden. Ein „Highlight“ auch für anspruchsvollere Zuschauer zu setzen, wäre natürlich toll. Ich würde da durchaus an etwas Exotisches denken, zum Beispiel an eine Bauchtanz-Show, eine Gruppe von Taiko-Trommlern, einen Auftritt von Feuertänzerinnen, eine Vorführung japanischer Kampfsport-Kunst, afrikanische oder vietnamesische Volkstänze oder Ähnliches.

Der Standort des Schaustellermarktes auf dem Schloßparkplatz war genau richtig. Schön auch, dass wieder so eine alteingesessene Schausteller-Dynastie, wie Urbigkeit aus Rostock, anwesend war.

Nach der Neugestaltung des Areals wird sich leider nicht wieder so ein idealer Stellplatz finden lassen. Die Bleiche war früher auch mal Schaustellermarkt, aber das reißt das Festgelände sehr auseinander.

Ein Eintrittsentgelt für das Stadtfest zu nehmen, fände ich zwar wirtschaftlich sinnvoll, aber im Interesse weniger gut betuchter Mitbürger sollte davon abgesehen werden. Durch breiteres Sponsoring könnten zusätzliche Finanzen eingeworben werden. Vielleicht könnten Firmen sich dafür auch werbewirksamer präsentieren, ohne das Gesamtbild zu beeinträchtigen.

Ich jedenfalls freue mich schon auf die Gänsemarkttage 2018.“

Martina Schulz: „Ich bin dafür, dass die Langestraße auch künftig mit einbezogen wird. Allerdings nur, wenn entsprechende Stände vorhanden sind. Ich würde mich auch sehr über einen Kunsthandwerkermarkt freuen. Das passt in unsere Kleinstadt. Dass es den Citylauf wieder gibt, finde ich toll und auch das Feuerwerk war wieder wunderschön.“

Martina Peschke: „Zur Zeit bin ich zu Besuch bei meiner Mutter. Ursprünglich komme ich aus Niedersachsen. Freitag und Sonnabend sind wir über das Gänsefest gebummelt. Und ich muss ganz ehrlich sagen, ich fand es enttäuschenend! Mir fehlte das gewisse Etwas. Kulinarische Köstlichkeiten fehlten, es gab Würstchen, Spanferkel und Pilzpfanne... Da ist meines Erachtens noch Luft nach oben. Desweiteren bemängele ich, dass es sämtliche Getränke nur im Plastikbecher gab. Ein ordentlich gezapftes Bier schmeckt nur aus dem Glas. Außerdem vermeidet man Müllberge.

Kunsthandwerk fehlte ganz. Und billige Klamotten kann ich genauso gut in der Stadt kaufen. Auch ein Angebot für Kinder mit Hüpfburg, Kinderschminken, Clown etc. habe ich vermisst. Ich komme aus einer Kleinstadt ähnlich groß wie Bützow. Auch wir haben dort ein Stadtfest. Nur findet dieses alle zwei Jahre statt. Darüber sollte einmal nachgedacht werden, weil man dann vielleicht mit einer besseren Qualität aufwarten könnte.“

Fr. Drews: „Die Stadt müsste sich mehr Gedanken darüber machen, was die Leute wollen. Wenn man mal ehrlich ist, ist das Stadtfest wie ein großes Familienfest. Nur leider wird die Musik immer schlechter, wer auch immer diese bucht. Und es wird zu wenig für die Kinder angeboten. Die Händlermeile ist auch blödsinnig, ein bis drei Stände vielleicht, ja, den Rest kann man mit Kinderschminken, Künstlern oder auch mit kreativer Eigengestaltung füllen. Ich denke, dass die Stadt anfangen sollte, junge Leute mit entscheiden zu lassen, damit es ein Erfolg werden kann.“

Katrin Reicht: „Ich kann mich noch gut an die damaligen Gänsemarkttage erinnern. Vom Hafen bis zum Schloss waren Buden, Aktionen. Es war ein richtiges Fest mit großem Programm. Jetzt sind es Buden und Karussell mit Tombola und „Musik“ oder wie sich das schimpft. Alles recht lieblos. Für mich sind das schon lange keine Gänsemarkttage mehr.“

Robert Hemp: „Diese Klamottenstände nerven total. Das passt gar nicht. Das ist wie auf Flohmärkten und zerstört das Ambiente.“

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