Bützow : Wie weiter mit dem Gummiweg?

Der Bützower Gummiweg: Über die Zukunft der Straße wurde nun diskutiert. Der Gehweg soll weg.
Der Bützower Gummiweg: Über die Zukunft der Straße wurde nun diskutiert. Der Gehweg soll weg.

Mit der Frage nach der Zukunft der Fritz-Reuter-Allee beschäftigte sich der Bauausschuss der Stadt Bützow

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26. Februar 2018, 21:00 Uhr

Was wird aus der Fritz-Reuter-Allee in Bützow, speziell um den unbefestigten Bereich, den sogenannten Gummiweg? Mit dieser Frage beschäftigte sich der Bauausschuss der Stadt Bützow. „Es gibt verschiedene Varianten, aber noch keinen Entwurf“, sagte Bürgermeister Christian Grüschow (parteilos), der die Ergebnisse aus dem Ausschuss später auch den Stadtvertretern vorstellte. In einer ersten Diskussion sollten sich die Ausschussmitglieder dazu äußern, was aus dem Weg werden soll. Im Kern ging es darum, ob dort überhaupt ein Gehweg neben der Straße nötig ist oder ob nicht, da sowieso jeder die Straße als Gehweg nutzt.

Im Wesentlichen sei der Gummiweg frei von Verkehr, erklärte Bauamtsleiterin Doris Zich. Sie favorisiere den Ausbau der Straße, vielleicht mit Bitumen, und langfristig auf den Gehweg zu verzichten.

Das Wie sei die entscheidende Frage, sagte Mario Göldenitz. Asphalt würde aufgrund der dortigen Bäume immer wieder hochkommen. Wie hoch ist überhaupt der Bedarf?, wollte Jörg Krone wissen. Die einhellige Meinung: Sehr hoch, da viele den Weg als Abkürzung zum Bahnhof nutzen. „Der Weg ist sehr stark frequentiert“, erklärte Wolfgang Wehrmann. Und zwar auch von Pkw und Motorrädern – er widersprach Doris Zich, dass der Weg im Wesentlichen frei von Verkehr sei. „Wir sollten uns auf das einlassen, was dort gegenwärtig ist.“ Also eine Straße und ein Gehweg.

Doch mit dieser Meinung stand Wolfgang Wehrmann alleine dar. „So viele Autofahrer sind da nicht“, entgegnete beispielsweise Mario Göldenitz. Die Straße wieder flott zu machen, würde erst wieder den Verkehr heraufbeschwören, sagte Ausschussvorsitzender Axel Ulrich.

In einer Abstimmung – die jedoch keinem Beschluss gleichkommt, sondern lediglich eine Tendenz abklopfen sollte – votierten sieben Ausschussmitglieder dafür, auf den Gehweg zu verzichten und die Straße als Gehweg auszubauen.

Im Doppelhaushalt 2018/19 hat die Stadt bereits 50 000 Euro für Maßnahmen in der Fritz-Reuter-Allee eingestellt, die für 2018 vorgemerkt sind. Insgesamt sind für die beiden Haushaltsjahre 1 534 000 Euro als Investitionen in Straßen und Wege in Bützow vorgesehen. Der größte Posten sind die Arbeiten an der Straße Vor dem Rühner Tor mit rund 300 000 Euro.

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