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Bützower Zeitung

23. November 2017 | 10:33 Uhr

Bützow : Wie weiter mit dem Adventsmarkt?

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Miniaturstadtverein von der Diskussion zu den Kosten überrascht. Ein Drittel der Ausgaben wird vom Ehrenamt geschultert

von
erstellt am 07.Feb.2017 | 21:00 Uhr

Mit Erschrecken habe er den Artikel zu den Kosten des Adventsmarktes gelesen, sagt Peter Peereboom vom Vorstand des Vereins Miniaturstadt Bützow. Der Hauptausschuss hatte über die Deckelung von Kosten für Veranstaltungen diskutiert.

Er selbst arbeite seit vielen Jahren ehrenamtlich im Förderverein mit und sei enttäuscht, was er in der Zeitung lesen musste, sagt Peereboom. „Der Förderverein der Miniaturstadt Bützow und weitere Vereine organisierten und veranstalteten zum vierten Mal diesen Adventsmarkt mit großer Verantwortung und Sparsamkeit. Im Vorfeld fanden mit den Schaustellern, Fotografen, Musikern und Puppenspielern sowie Sponsoren und weiteren Firmen Gespräche statt“, sagt Peereboom. Am Ende standen Ausgaben von rund 3500 Euro zu Buche. „Davon trug die Stadt 2500 Euro für Honorare und Gebühren“, so Peter Peereboom. Aber auch der Verein selbst habe noch einmal rund 1000 Euro für Honorare aufgebracht, zum Beispiel für das Karussell und das Trampolin.

Doch damit nicht genug. Der Miniaturstadtverein hat auch Firmen mit ins Boot geholt. Dazu gehörte, dass ein Unternehmen einen großen Lkw-Anhänger als Bühne für die Festtage bereitstellte. Ein landwirtschaftliches Unternehmen transportierte das Festzelt vom Lager zum Festplatz und wieder zurück. Andere Firmen stellten Gewinne für die Tombola zur Verfügung. Und das alles kostenlos.

Und dann seien noch die vielen ehrenamtlichen Helfer, Mitglieder des Vereins, darunter ALG II-Empfänger, Menschen, die noch im Beruf stehen, und Rentner. Es seien jeden Tag rund 20 bis 25 Freiwillige, die mit anpacken und dafür sorgen, dass alles funktioniert, so Peter Peereboom. Insgesamt liege der Verein deutlich unter den Kosten, die zuvor nur von der Stadt getragen wurden, als diese den Adventsmarkt organisierte, sagt der Bützower. Hauptamtsleiter Frank Endjer hatte im Hauptausschuss die Summe von 6000 Euro in den Raum geworfen.

Einnahmen, die der Verein während des Adventsmarktes generiert, würden übrigens ausschließlich in das Projekt Miniaturstadt fließen, für den Erhalt, für die Erweiterung und den Ausbau, sagt das Vorstandsmitglied.

Auf der jüngsten Sitzung des Hauptausschusses war es zu einer Diskussion über die Finanzierung des Adventsmarktes gekommen. Der Grund: Für dieses Fest gibt es bisher keine konkrete Haushaltsposition. Vielmehr seien die Kosten zum Beispiel über das Produkt Heimatpflege oder Feste getragen worden, hatte Endjer informiert. Künftig sei es aber notwendig, hierfür konkrete Festlegungen zu treffen. Das treffe nicht nur auf den Adventsmarkt zu, sondern generell immer dann, wenn Vereine Veranstaltungen organisieren und die Stadt solche Initiativen finanziell unterstützen möchte. Darüber soll im März im Kulturausschuss diskutiert werden, auch mit dem Miniaturstadtverein.

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