Bützow : Wie wäre es mit einer Schranke für die Bahnreisenden?

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Was in Vorpommern funktioniert, scheint in Bützow nicht zu klappen

svz.de von
04. Juli 2014, 15:55 Uhr

Immer wieder gibt es Ärger auf dem Bützower Bahnhof. Denn für Mütter mit Kinderwagen oder auch Rollstuhlfahrer ist es nicht ohne Mühen möglich, von einem Gleis auf das andere zu kommen. Erst jüngst wurde einer jungen Mutter aus Schwaan der nicht erlaubte – aber in ihrer Situation wohl einzig mögliche – Weg über die Schienen zum Verhängnis. Kurzfristig musste Mareen Hennings auf das Verkehrsmittel Bahn ausweichen, konnte nicht den Bahndienst 24 Stunden vorher über ihre Reiseabsicht informieren und stand hilflos auf dem Bützower Gleis 1. Ihr Zug fuhr jedoch auf Gleis 2. Sie wählte dann den Bediensteten-Übergang am Bahnsteigende, wurde erwischt und hat nun eine Anzeige bekommen (SVZ berichtete). Auch auf der SVZ-Facebook-Seite wurde der Vorfall reichlich diskutiert. Immer wieder scheitern Mütter, ältere Menschen mit einer Gehhilfe oder Behinderte an dem Bützower Bahnhof. Was die Bahn dagegen tut? Sie verspricht Besserung, und das nun schon seit Jahren. Jüngst hieß es von Seiten der Bahn: „Langfristig ist ein barrierefreier Ausbau des Bahnhofs vorgesehen. Es gibt jedoch keine konkreten Planungen.“

Erneut auf das Problem angesprochen, und mit einem Lösungsvorschlag konfrontiert, gibt sich die Bahn wortkarg. Denn das Treppen-Problem ist nicht allein ein Bützower Problem. Im vorpommerschen Anklam gibt es beispielsweise auch einen Übergang über die Schienen, dieser ist sogar der reguläre Weg von einem Gleis zum anderen und wird durch eine Schranke reguliert. Diese ist geschlossen, wenn ein Zug einfährt und sich im Bahnsteigbereich befindet.

Die SVZ hat der Bahn diese Variante für Bützow vorgeschlagen. Die Antwort kam prompt: „Grundsätzlich sind immer Lösungen möglich. Abhängig von den unterschiedlichen örtlichen Gegebenheiten und den daraus entstehenden Kosten für das Herstellen der Stufenfreiheit können diese aber nicht immer umgesetzt werden“, so der Bahnsprecher.

Das klingt wieder nicht nach einer Lösung für Bützow.

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