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Bürger für Schwaan : Wie sieht die Stadt 2030 aus?

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Verein will Arbeit am Städteleitbild, das 2010 erarbeitet wurde, wieder aufnehmen

von
erstellt am 04.Jul.2017 | 10:00 Uhr

Wie soll sich Schwaan in den kommenden Jahren entwickeln? An welchen Stellen ist besonderer Handlungsbedarf? Fragen wie diese führten in Schwaan 2010 zur Gründung mehrerer Arbeitsgruppen, die ein sogenanntes Städteleitbild entwickelten. Das will der Verein „Bürger für Schwaan“ jetzt wieder aufgreifen. „Das ist jetzt sieben Jahre her, die Zeit ist ran, das Städteleitbild fortzuschreiben“, sagt Vereinsvorsitzende Ina Blank.

Damals beschäftigten sich die Schwaaner damit, wie ihre Stadt bis 2020 in Bereichen wie Wirtschaft, Kultur, Umwelt, Vereinsarbeit und Städtebau aussehen soll. Jetzt soll die Entwicklung bis 2030 im Fokus stehen. Die Herangehensweise soll laut Ina Blank ähnlich funktionieren wie in der ersten Runde. Das heißt, zuerst müsse der Ist-Zustand erfasst werden, so die Vereinsvorsitzende. 2010 wurde dafür eine Umfrage an die Bürger gesandt. Die Ergebnisse wurden in die Arbeitsgruppen gegeben, die daraus Projektideen entwickelten. Dabei setzten die Schwaaner auch auf den Blick von außen: Eine Studentin vom Hiero-Institut der Universität Rostock begleitete die Initiative und hielt ihre Ergebnisse in einer akademischen Arbeit fest.

Ein Resultat der Initiative war die Gründung des Vereins. „Wir benötigten eine rechtliche Grundlage, um die Maßnahmen aus dem Städteleitbild dann auch umzusetzen“, sagt Ina Blank. Vieles sei in den vergangenen Jahren auch umgesetzt worden, die Angebote der Bürgerbegegnungsstätte würden das Bedürfnis nach kulturellen und sozialen Veranstaltungen aufgreifen, das von den Bürgern damals oft formuliert wurde.

Die Arbeit, die in das Städteleitbild gesteckt wurde, erfolgte komplett aus dem Ehrenamt. Auch Mitarbeiter der Stadtverwaltung, politisch Engagierte und viele berufene Bürger beteiligten sich in den Arbeitsgruppen, erzählt Ina Blank. Auf diese Art soll es auch dieses Mal laufen. Dafür sprach sich Bürgermeister Mathias Schauer (UWS) aus, nachdem Ina Blank das Anliegen bei der jüngsten Stadtvertretung ansprach.

„Wir hatten eine kurze Diskussion darüber. Der Tenor lautete, dass es gut wäre, wenn es aus dem Netzwerk heraus und vor allem parteiunabhängig passiert“, so der Bürgermeister. Den Plan, das Städteleitbild weiterzuentwickeln, sei seiner Meinung nach gut, es sei aber nicht Aufgabe der Stadt, sondern eine Gelegenheit für Bürger, sich aktiv einzubringen.

Für die nächsten Schritte gibt es zum jetzigen Zeitpunkt noch keine konkreten Pläne. „Wie der nächste praktische Schritt aussehen soll, müssen wir noch klären. Aber wir halten erst einmal daran fest, dass die Initiative wieder aufgenommen werden muss“, sagt Ralf-Michael Wiedig, 2. Vorsitzender des Vereins „Bürger für Schwaan“. Allein ein Blick auf die Situation der Gewerbetreibenden – „ein Geschäft nach dem anderen schließt“ – zeige, dass es Defizite gibt, mit denen man sich eingehend beschäftigen müsse.

Jetzt will der Verein die Sommerpause abwarten, um die Ideen reifen zu lassen. „Und dann schauen wir, wie wir das in die Hand nehmen“, sagt Ina Blank.

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