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Bützower Zeitung

15. Dezember 2017 | 03:51 Uhr

Bützow : Wie ein großes Klassentreffen

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

50 Jahre nach ihrer Konfirmation in der Stiftskirche kamen die 30 Goldkonfirmanden für ein gemeinsames Wochenende zusammen

svz.de von
erstellt am 24.Aug.2017 | 12:00 Uhr

Es war wie ein großes Klassentreffen. 29 Männer und Frauen kamen 50 Jahre nach ihrer Konfirmation in der Bützower Stiftskirche nun wieder zusammen, um schöne Stunden und Tage miteinander zu verbringen. Fast alle seien sehr gerührt gewesen, sich nach all der Zeit wieder zu begegnen, sagt Pastorin Johanna Levetzow.

Alle trafen sich gemeinsam im Bützower Hof und es folgte eine Vorstellungsrunde. Dabei gab es bereits zahlreiche Lacher. „Wir haben uns auch nach 50 Jahren wiedererkannt“, sagt Eberhard Mittag. Er wurde 1967 konfirmiert, das Treffen fand nämlich gemeinsam mit dem Jahrgang 66 statt. Der 64-Jährige lebt seit nunmehr 45 Jahren in Dresden, hat in Bützow aber noch einen Bruder und daher auch gelegentlichen Kontakt in die Warnowstadt.

Unmengen an alten Geschichten und gemeinsamen Erinnerungen wurden ausgegraben– und dabei herzhaft gelacht. Eberhard Mittag beispielsweise amüsierte sich darüber, wie er und seine Kumpels seinerzeit Holunderschnaps nachgezuckert haben, da er nicht süß genug war – „mit verheerender Wirkung!“. Oder als sie einen alten Bootsschuppen in die Luft gesprengt hatten und die Feuerwehr kam.

Genau wie Eberhard Mittag kamen viele aus entfernen Gegenden. Einer kam sogar aus Bad Salzungen in Thüringen – mit 400 Kilometern Entfernung „Spitzenreiter“. Die Entfernungen und die Jahre haben einige aber auch auseinander leben lassen, so auch Eberhard Mittag. „Wenn man so lange weg ist, kommt man sich wie ein Fremder vor.“ Umso schöner sei es gewesen, die mittlerweile gealterten Gesichter wiederzusehen. „Viele haben am Ende ihre Handys rausgeholt und Nummern ausgetauscht“, sagt Johanna Levetzow. Mit einem Konzert in der Reformierten Kirche im Ellernbruch fand das Goldkonfirmandentreffen einen schönen Abschluss. Zuvor wurde im Bützower Hof viel gegessen und geklönt, aber auch die Stiftskirche unter die Lupe genommen, wo die Goldkonfirmanden auch – genau wie vor 50 Jahren – einen Segen am Altar erhielten.

Alle zwei Jahre findet ein solches Goldkonfirmandentreffen in Bützow statt. Alle zwei Jahre und nicht jedes, da der Organisationsaufwand enorm sei, erklärt Johanna Levetzow. Und weil dann gleich viel mehr Leute zusammenkommen, was schöner sei. Die organisatorischen Fäden laufen seit 20 Jahren bei Irmgard Kopplow zusammen, die die Treffen gemeinsam mit einem Team aus Freiwilligen vorbereitet. 60 Konfirmanden habe sie aus den Jahrgängen 1966/67 in den Büchern gefunden, knapp die Hälfte davon kam auch zum Treffen. „Ein guter Schnitt“, sagt Irmgard Kopplow.

Den Organisationsaufwand würdigt auch Johanna Levetzow, die genau weiß, was alles dahinter steckt. Es gebe keine Übersicht mit vollständigen Kontaktdaten. Oft gibt es nur einen Namen. Und bei verheirateten Frauen geht der Spießrutenlauf dann bereits los. „Das Team fragt sich regelrecht durch, das macht sehr viel Aufwand“, erklärt die Pastorin. Aber die Mühen würden sich immer wieder auszahlen, denn: „Die Leute gehen immer begeistert nach Hause“, sagt Irmgard Kopplow. So auch Eberhard Mittag: „Ich komme gern wieder, wenn es wieder eine Einladung gibt.“

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