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Landwirtschaftsausstellung : Wichtig: Sich auf Mela zeigen

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Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

… doch die Resonanz bei hiesigen Landwirten ist gering / Vernetzungs AG wirbt für Milchstraße und Besuch in unserer Region

svz.de von
erstellt am 02.Sep.2014 | 17:53 Uhr

Voll in der Vorbereitung auf ihren Auftritt bei der Landwirtschaftsausstellung Mela stehen die beteiligten Betriebe der Region. Vom 11. bis 14 September präsentieren sich auf dem MAZ-Gelände in Mühlengeez die Land- und die Fischwirtschaft, Forst und Jagd, Gartenbau und Ernährungsgüterwirtschaft des Nordens, aus Nachbarländern und darüber hinaus. Wie ein Blick in die Teilnehmerliste verrät, zeigen sich auch Unternehmen aus Lettland, Großbritannien, Polen… Auch vier Dutzend Firmen und Institutionen aus den Regionen Güstrow und Bützow sind in Mühlengeez vertreten. Was auffällt: Landwirte aus unserem Bereich machen sich rar auf dem MAZ, sind in der 40-seitigen Liste nicht zu finden.

„Das passt überhaupt nicht“, kommentiert dies Wilfried Baldermann. Der pensionierte Seniorchef eines Landwirtschaftlichen Betriebes aus Dobbin-Linstow meint schon, dass sich die Region bei solch einer Messe quasi vor der Haustür zeigen müsste. „Denn wir haben ja gute Betriebe“, ist Baldermann überzeugt. Die drei eigenen Unternehmen, die sein Sohn Olaf seit sechs Jahren führt, sind entgegen der vergangenen Jahre ebenfalls nicht bei der Mela 2014 dabei. Das habe aber rein familiäre Gründe, betont Baldermann, der selbst noch vielfältig aushilft. Vielmehr meint der erfahrene Senior der Landwirtschaft, die Gründe für die generelle Abstinenz in äußeren Bedingungen zu erkennen. „Die Tierproduzenten wissen gar nicht, wie es überhaupt weitergehen soll. Ich fürchte, mit der Tierzucht wird es kritisch. Das liegt an einer ungerechten Förderpolitik der EU, die die Tierproduktion benachteiligt“, ist Wilfried Baldermann überzeugt. Und für die Ackerwirtschaft habe der Boden selbst auch gar keinen Wert mehr. Dass dennoch der Enkel in Bockhorst Landwirt lernt und auch schon regelmäßig in Stall, Acker und Büro zupackt, bezeichnet Baldermann als Glück für den familiären Betrieb mit elf Mitarbeitern.

Erstmals gemeinsam präsentiert sich auf der MeLa die Vernetzungs Arbeitsgemeinschaft (AG) Bützow. Ihr gehören der Förderverein der Miniaturstadt und die Touristinformation Bützow, der Klosterverein Rühn sowie der Bauernverband Bützow an. Ihr gemeinsames Ziel: Kräfte zu bündeln und gemeinsam für die Region zu werben. So wird denn auf der MeLa der gemeinsame Veranstaltungskalender genauso präsentiert wie das erst im Mai herausgegebene Werbebanner für die Milchstraße im Bützower Land. „Wir werden in diesem Jahr das erste Mal dort mit einem eigenen Stand präsent sein“, so Birgit Czarschka vom Förderverein der Ministadt. Die Erfahrung habe gezeigt, dass dort vor allem Tages- und Wochenendtouristen anzutreffen sind. Es sei genau das Klientel, das man vorrangig in die Bützower Region locken möchte. Und die Prais hätte gezeigt, die gemeinsame Werbung zahle sich aus.

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