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Bützower Zeitung

25. November 2017 | 03:27 Uhr

Bützow : Wettlauf mit der Zeit im Walddorf

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Die neue Attraktion in der Miniaturstadt befindet sich aktuell im Bau / Die Fundamente mussten nun schnell betoniert werden

svz.de von
erstellt am 05.Okt.2017 | 05:00 Uhr

„Die Zeitplanung ist schwierig. Die Witterung kann uns zu schaffen machen“, sagt die Baubetreuerin des Walddorfes Gisela Jörn. Sie hatte auch schon den Bau der Miniaturstadt angeleitet. Nun gilt es auch beim neuen Projekt, zahlreiche Herausforderungen zu meistern.

Gestern warteten ganze 86 Holzverschalungen darauf, mit flüssigem Beton vergossen zu werden. Dabei waren das Problem nicht die Fundamente an sich, sondern das unverdichtete Wiesengelände drum herum. Darauf hätte kein Betonmischer-Fahrzeug fahren können, ohne das Risiko einzugehen, stecken zubleiben oder den Boden zu beschädigen. „Aus diesem Grund haben wir einen Schlauch vom nebenliegenden Gewerbehof vom Böckmann Center gelegt, von dem aus wir den Beton rüberpumpen können“, erklärt die Vorsitzende des Fördervereins der Miniaturstadt Birgit Czarschka.

So konnten die Fundamente gestern befüllt werden. Es ist ein knapper Wettlauf mit der Zeit, denn die zunehmende Kälte erschwert das Abbinden des Betons. Die Fundamente sind jedoch erstmal nur für die Stützpfeiler der Hütten gedacht. Jene für die Pfeiler des rund einen Meter hohen Stegs, der die Bauten miteinander verbinden soll, müssen später gegossen werden. Dies könnte bei schlechter Witterung auch noch etwas länger dauern.

„Der nächste Schritt ist jetzt erstmal, die Pfähle reinzustecken. Anschließend bringen wir die Plattformen für die Hütten darauf an“, sagt Gisela Jörn. Dabei kämen statt industriell gefertigten Holzsparren nur Holzbalken aus dem Wald zum Einsatz.

Das vom Architekten Hartmut Böhnke mitentwickelte Walddorf soll nach seiner Fertigstellung insgesamt sechs Holzhäuser in einer Höhe zwischen einem und zwei Metern beinhalten, die mit einem Steg verbunden sind. Das Dorf soll für eine Unterbringung von bis zu 24 Kindern und vier Erziehern geeignet sein.

Obwohl sich die Bauarbeiten noch einige Monate hinziehen werden, sollen die ersten Bauten bald zu besichtigen sein. „Wir wollen, dass es zur Nachtwanderung der Bützower Miniaturstadt schon die ersten Ergebnisse zum Anschauen gibt“, erzählt Birgit Czarschka. Da der Bau im Vorfeld immer wieder verzögert wurde, gilt es jetzt besonders schnell zu arbeiten. Spätestens nächstes Jahr sollen kleine Besucher in das Walddorf einziehen können. Die Fundamente vor dem Winter zu begießen, sei dafür ein wichtiger Schritt.

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