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Bützower Zeitung

20. November 2017 | 22:23 Uhr

Bützow : Wenn Lesen wieder Spaß macht

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

16 Lesepaten beteiligen sich am traditionellen Lesetag in der Käthe-Kollwitz-Schule / Tommy Ahrens begeistert mit witzigen Geschichten

svz.de von
erstellt am 17.Dez.2015 | 17:56 Uhr

Der gestrige Projekttag an der Käthe-Kollwitz-Schule in Bützow stand ganz im Zeichen des Lesens. 16 bekannte Persönlichkeiten aus Bützow und Umgebung kamen für die Aktion Lesetag in die Schule. Verteilt auf die Stufen 5. bis 10. Klasse lasen die Paten ihre selbstausgewählten Texte den Schülern vor.

Die meisten Lesepaten beteiligten sich bereits in den Jahren zuvor am Projekttag. „Ich weiß gar nicht mehr, wie oft ich schon mitgemacht habe. Aber es ist immer eine große Freude für mich, den jungen Leuten etwas vorzulesen“, sagte Wolfgang Severin-Iben, Autor und Maler aus Bützow. Severin-Iben liest vor allem eigene Texte. Den Projekttag nutzt er dafür, Jugendlichen die Thematik des Nationalsozialismus und der DDR aus einem persönlichen Blickwinkel näher zu bringen. Bürgermeister Christian Grüschow (parteilos) entschied sich für einen zur aktuellen Jahreszeit passenden Text. Er wählte für seine Vorlesestunde die Weihnachtsgeschichte „Der Tannenbaum“ von Hans-Christian Andersen. „Es macht mir Spaß, zu sehen, wie die Kinder auf das Vorlesen reagieren und welche Diskussionen sich danach ergeben“, sagte Grüschow.

Mit den Worten „Ich bin noch nicht in Weihnachtsstimmung. Deswegen hat mein Text nichts damit zu tun“ leitete Tommy Ahrens seine Vorlesestunde in der Klasse 9a ein. Ahrens war selbst Schüler an der Käthe-Kollwitz-Schule – damals noch Kopernikus-Schule. Mittlerweile betreibt er ein Versicherungsbüro in Bützow. Der Versicherungsunternehmer ist von Beginn an bei dem jährlich stattfindenden Projekttag dabei. „Mir geht es beim Vorlesen vor allem darum, die Schüler zu unterhalten und etwas witziges zu bieten“, so Ahrens. In diesem Jahr entschied er sich für das Buch „Der David ist dem Goliath sein Tod“ von Torsten Sträter. „Ich muss euch vorwarnen, es kann sein, dass ich an einigen Stellen selber anfange, zu lachen“, sagte Ahrens. Im lockeren Leserhythmus und mit verschiedenen Stimmlagen die Figuren in der Geschichte darstellend laß Ahrens Auszüge aus dem Buch vor. Er schien eine gute Auswahl getroffen zu haben. Das anfänglich leise Gekichere seiner Zuhörer steigerte sich zu lautem Lachen. Auch Ahrens konnte das Lachen manchmal nicht zurückhalten. Die Schüler konnten mitbestimmten, welches Kapitel Ahrens aus dem Buch vorlas. Lachten die Schüler noch herzhaft während des Vorlesens, verhielten sie sich bei der anschließenden Diskussion zurückhaltend. „Wenn jemand Fremdes kommt, sind die Schüler gehemmter, das ist normal“, sagte Regina Bayo, Klassenlehrerin der 9a.

Der Vorlesetag an der Käthe-Kollwitz-Schule ist eine feste Tradition. In Zeiten der Digitalisierung Kinder zu animieren, auch ein Buch in die Hand zu nehmen, sei eines der Ziele dieses Projekttages, so Gudrun Radziwolek, Leiterin Käthe-Kollwitz-Schule

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