Qualitz : Wenn aus Schuhen Kunst wird

Machen Kunst aus alten Schuhen: Ela (v. l.), Warnfried Altmann, Elya, Tanja Zimmermann, Holger Stark und Ole.  Fotos: Christina Milbrandt
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Machen Kunst aus alten Schuhen: Ela (v. l.), Warnfried Altmann, Elya, Tanja Zimmermann, Holger Stark und Ole. Fotos: Christina Milbrandt

Der Allerhand-Verein veranstaltete ein Wochenende voller Workshops

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26. Juni 2017, 05:00 Uhr

„Allerhand ansteckende Ansätze“ gab es am Wochenende in Qualitz. Unter diesem Motto veranstaltete der Allerhand-Verein am Freitag und am Sonnabend verschiedene Workshops. Vom Brotbacken über den Bau einer Gartensolaranlage bis hin zu Tipps, wie es mit der Selbstversorgung am besten klappt – die Themenvielfalt war groß und zog viele Interessierte an.

Die Workshops waren Teil des von der Robert Bosch Stiftung geförderten Vereinsprojektes „Auf Übertragbarkeit prüfen“, in dessen Mittelpunkt die Frage steht, wie Aktionen aus anderen ländlichen Regionen in Qualitz umgesetzt werden können – und wie die eigenen Ideen anderen nahegebracht werden können. In diesem Sinne holten sich die Qualitzer für das Workshop-Wochenende andere, ebenfalls geförderte Vereine und Initiativen mit ins Boot. So gab es zum Beispiel einen – gut besuchten – Workshop mit Mitgliedern der „Urbanen Farm Dessau“, der darauf abzielte, junge Menschen so fit zu machen, dass sie als Selbstversorger leben können. „Ich bin entzückt, dass sich so viele dafür interessieren“, sagte Barbara Wetzel vom Vereinsvorstand.

Auch das Künstlerische kam bei den Workshops nicht zu kurz. Unter Anleitung von Tanja Zimmermann und Holger Stark wurden aus alten Schuhen kleine Kunstwerke geschaffen. „Der Gedanke dahinter ist, etwas bereits Bestehendes auseinanderzunehmen und neu zusammenzusetzen“, so Tanja Zimmermann. Und das war Programm: Dutzende alte Treter wurden in ihre Einzelteile zerlegt und dann mit Farbe und Kleber bearbeitet. Von den dabei entstandenen Werken soll übrigens das ganze Dorf etwas haben: Nach dem Vorbild der Sommerausstellung „Äußerungen“ aus dem vergangenen Jahr sollen sie im ganzen Dorf aufgehängt werden – und damit pünktlich zur Bundestagswahl unliebsame Wahlwerbung rechter Parteien verdrängen.

Kreativ werden konnten die Teilnehmer auch an der Gemeinwohlkarte, einer Tafel, die als Sammelpunkt für Ideen jeglicher Art diente. „Das ist ein Experiment. Jeder soll seine Visionen und Wünsche für das Zusammenleben festhalten“, erklärte Bernhard Knierim vom Vorstand. Nach der Premiere des Workshop-Wochenendes sei geplant, das Ganze zu wiederholen.

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