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Bützower Zeitung

18. Oktober 2017 | 15:17 Uhr

Jürgenshagen : Weniger Einsätze in 2016

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Rechenschaftsbericht der Freiwilligen Feuerwehr Jürgenshagen / Einsatzgeschehen verschiebt sich zur technischen Hilfeleistung

svz.de von
erstellt am 24.Jan.2017 | 21:00 Uhr

Von einem „vergleichsweise ruhigen Jahr“ sprach Dirk Berndt bei der Jahreshauptversammlung der Jürgenshagener Feuerwehr mit Blick auf 2016. „Im vergangenen Jahr wurden wir zu sieben Einsätzen alarmiert“, so der stellvertretende Wehrführer, der den Bericht für den erkrankten Wehrführer Uwe Eltner hielt. 2015 waren es 15 Einsätze. Dabei ist auch eine Verschiebung des Einsatzgeschehens festzustellen. Immer häufiger werden die Kameraden aus Jürgenshagen zur technischen Hilfeleistung gerufen. Von den sieben Einsätzen in 2016 waren fünf wetterbedingt – viermal wurden Bäume von Straßen geräumt. „Wetterschäden nehmen zu“, konstatierte Dirk Berndt.

Auf der Tagesordnung stand auch der Bericht zur Technik und zur Ausrüstung. Die meisten Kilometer machte der Mannschaftstransportwagen. 1500 Kilometer kamen bei Einsätzen, aber auch bei der Wahrnehmung von Weiterbildungen, Ausscheiden, Ausflügen etc. zusammen. Das Sorgenkind ist allerdings das Löschgruppenfahrzeug vom Typ LF 8/6. Denn dieses hat bereits zweieinhalb Jahrzehnte auf dem Buckel. Da das Jürgenshagener Einsatzfahrzeug 25 Jahre alt ist und sich entsprechender Verschleiß breit macht, brachte die Wehrführung eine Ersatzbeschaffung in die Gemeindevertretung ein. Dieses Anliegen sei auch positiv beschieden worden, wann sich allerdings etwas tut, vermag niemand zu sagen. „Was das für die Finanzen und den Zeitrahmen bedeutet, kann man nicht voraussagen“, so Dirk Berndt. Momentan ist die Wehr zum Warten verdammt. Zum Warten auf Fördermittelbescheide und Entscheidungen der Gemeindevertretung.

Ein weiteres Sorgenkind war die alte Tragkraftspritze aus dem Jahr 1970. Sie entspräche nicht mehr dem aktuellen Stand der Technik und hat sich laut Berndt „in den verdienten Ruhestand“ begeben. Der Landkreis hat dafür eine TS8/8 als Dauerleihgabe gegeben. „Eine gute Lösung“, so der stellvertretende Wehrleiter. Allerdings nur eine temporäre: „Das Problem wurde in die Zukunft verschoben.“

Erfreut berichtete Dirk Berndt, dass die Jürgenshagener in 2016 einen neuen Kameraden in ihren Reihen zählen können. Dieser ist auf eine Flugblatt-Aktion im Herbst des Vorjahres zurückzuführen. Auf Postkarten standen wesentliche Informationen zur Wehr, die an ausgewählte Haushalte gingen. Es wurden gezielt Briefkästen angesteuert, die Haushalten mit wehrfähigen Anwohner gehören. „Es hätten durchaus mehr werden können“, zog der stellvertretende Wehrleiter Bilanz, „aber immerhin ist ein Kamerad hinzugekommen“.

Damit hält die Freiwillige Feuerwehr Jürgenshagen nun 43 Mitglieder vor. Davon befinden sich 26 in der aktiven Wehr (davon sechs in der Reserve). Acht Kameraden sind in der Ehrenabteilung, zehn in der Jugendabteilung.

Sinn und Zweck eines Rechenschaftsberichts sind auch erhobene Zeigefinger, nicht nur bezüglich der eigenen Technik. So wies Dirk Berndt darauf hin, dass an einigen Betriebsstätten und in einigen Ortschaften Defizite aus technischer Sicht, aus Löschwasser-Sicht und Probleme im Falle, wenn viele Verletzte zu versorgen seien. In einem Wohnpark – also einem möglichen Einsatzschwerpunkt – sei beispielsweise kein Feuerwehrplan vorhanden. Ausgänge und Sammelstellen seien nicht definiert, genau wie eine Beschilderung fehle. Im Fall der Fälle könnte dies zu Problemen führen, genau wie bei einigen landwirtschaftlichen Betrieben. Problematisch sei laut Dirk Berndt auch die Löschwassersituation in Groß Grenz. So sei der einstige Folienteich gar nicht mehr existent.

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