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Photovoltaikanlage für die Gemeinde Baumgarten : Wendorfer Solarpark am Stromnetz

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In Wendorf wurde ein neuer Energiestandort offiziell eröffnet. Die insgesamt 52800 Solar-Module können bis zu 12,66 Megawatt Leistung produzieren. Dies deckt den Strombedarf von etwa 2500 Haushalten.

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erstellt am 10.Aug.2013 | 11:27 Uhr

Wendorf | In Wendorf wurde gestern ein neuer Energiestandort offiziell eröffnet. "Ich freue mich sehr, dass wir ihnen einen so tollen Solarpark präsentieren können", sagt Investor René Nissen bei der Präsentation der Photovoltaikanlage auf dem ehemaligen Kiesabbaugebiet Schependorf. Diese erzeugt mittlerweile schon seit dem 13. Dezember 2012 Strom, der vier Tage später über eine 12,6 Kilometer lange Trasse in das neu errichtete Umspannwerk in Bernitt ins Netz der Wemag eingespeist wurde. Insgesamt wurden auf 27 Hektar 52 800 Stück Solar-Module verbaut, die bis zu 12,66 Megawatt Leistung produzieren können. Dies deckt den Strombedarf von etwa 2500 Haushalten mit durchschnittlich vier Personen im Jahr ab.

Dass dieses 16,5-Millionen schwere Projekt überhaupt zustande kam und der Gemeinde Baumgarten nachhaltig zusätzliche Gewerbesteuern garantiert, verdankt die Investor- und Betreibergesellschaft Sonnenenergie Osterhof GmbH mit Sitz in Galmsbüll (Schleswig-Holstein), die auch schon in Glasin oder Schwaan kleinere und größere Anlagen betreibt, der zügigen Zusammenarbeit zwischen der Gemeinde Baumgarten, dem Amt-Bützow-Land und dem Landkreis Rostock.

Dass die natürliche Energiegewinnung nicht überall auf Gegenliebe stößt, ist aber auch klar. "Dass Solarenergie akzeptiert wird, ist ein Prozess. Die Entscheidung, das in Wendorf/Schependorf zu tun, war richtig", sagt Amtsvorsteher Eckhard Krüger. Rückblick: Im Sommer 2011 standen die Investoren erstmals auf dem Gelände in Schependorf. Konkret wurde es dann im September des gleichen Jahres. Innerhalb von sechs Monaten waren die Planungen abgeschlossen und am 22. Mai 2012 gab es den positiven Gemeindebeschluss. Einen Tag später folgte die Baugenehmigung und wiederum nur 24 Stunden danach rollten die Bagger an. Innerhalb von nur fünf Wochen wurde der Solarpark in Spitzenzeiten von über 200 Installateuren aufgebaut. Am 30. Juni folgte die technische Fertigstellung der Photovoltaikanlage. "Es ist schon erstaunlich, wie schnell eine Idee in die Tat umgesetzt wurde", sagt Baumgartens Bürgermeisterin Astrid Peters. Ihre Gemeinde profitiert nun von dieser Anlage und kann die klamme Kasse mit der Gewerbesteuer auffüllen.

Während der Bauphase des Solarparks gab es auch einen Einbruchsversuch, der aber von einem Wachmann vereitelt wurde. "Aus ökonomischen Gründen gibt es nichts besseres als die Energiewende. Es gibt keinen Müll oder Abfall", sagt Jess Jessen vom Investorenteam. Auch wirtschaftlich hat der Solarstrom seine Reize. Der natürliche Strom aus Wendorf wird mit 18 Cent pro Kilowattstunde vergütet. Da es sich aber auch um eine nachhaltige Investition handle, werfe der Solarpark erst nach 16 bis 17 Jahren Rendite ab. Doch diese hat Zukunft. In Mecklenburg-Vorpommern ist mittlerweile fast 30 Prozent des Stromes aus natürlicher Produktion. "Ziel muss es sein, die Energiewende weiter voranzutreiben. Deshalb müssen wir uns aber auch daran gewöhnen, dass dafür Flächen geschaffen werden müssen", sagt Bützows leitender Verwaltungsbeamter Sebastian Constien.

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