Eickhof : Weiter warten auf den Fahrradweg

Die Allee zwischen Eickhof und Eickelberg ist landschaftlich reizvoll. Doch die alte Pflasterstraße ist in die Jahre gekommen. Für einen Radweg rechts gibt es noch immer keine Lösung.
Die Allee zwischen Eickhof und Eickelberg ist landschaftlich reizvoll. Doch die alte Pflasterstraße ist in die Jahre gekommen. Für einen Radweg rechts gibt es noch immer keine Lösung.

Staatliches Amt für Landwirtschaft und Umwelt lehnt Bodenordnungsverfahren ab / Warnow sucht weiter nach einer Lösung

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05. April 2017, 03:00 Uhr

Es scheint eine unendliche Geschichte zu werden. Der geplante Bau eines Radweges entlang der historischen Kopfsteinpflasterstraße zwischen Eickhof und Eickelberg. Nun gab es einen erneuten Rückschlag für das Vorhaben. Die Hoffnung, die Baumaßnahme im Zuge eines Bodenordnungsverfahrens in Angriff zu nehmen, wurde durch das Staatliche Amt für Umwelt und Landwirtschaft Mittleres Mecklenburg zerschlagen. Darüber informierte Warnows Bürgermeister Siegfried Hoffmann (CDU) die Mitglieder des Hauptausschusses auf einer Sitzung in dieser Woche.

Die Allee zwischen Eickhof und Eickelberg ist in ihrer Art einzigartig. Wer auf der etwa dreieinhalb Meter breiten Pflasterstraße unterwegs ist, fühlt sich zurückversetzt in die Zeit der Pferdewagen. Doch die haben längst ausgedient. Die Fahrzeuge, die hier entlangfahren, sind heute größer und schwerer. Darunter leidet die Straße. Doch nicht nur wegen des schlechten Straßenzustands wünschen sich die Warnower schon lange einen kombinierten Rad- und Gehweg entlang der Allee, sondern auch wegen der Sicherheit.

Deshalb begannen bereits vor zehn Jahren die Planungen für eine solche Wegeverbindung für Pedalritter zwischen Eickhof und Eickelberg. Dabei hofften die Warnower zunächst auf Fördermittel aus dem europäischen Leaderprogramm. Doch bei der Vergabe der Fördermittel – geplante Kosten damals rund 143 000 Euro – ging die Gemeinde 2009 leer aus. Dennoch hielt Warnow an den Plänen fest. Doch es tat sich eine neue Hürde auf. Der Naturschutz. Die untere Naturschutzbehörde des Landkreises Rostock lehnt einen Radweg unmittelbar unter den Bäumen ab. Sie fordert einen Abstand von mindestens sechseinhalb Metern zum Wurzelbereich der Bäume. So gab es in den zurückliegenden Monaten immer wieder auch Vor-Ort-Termine. Im Herbst vergangenen Jahres wurde noch einmal eine Bodenuntersuchung in Auftrag gegeben. Es blieb dabei. Die Kreisbehörde fordert einen Mindestabstand zu den Bäumen. Das bedeutet für Warnow, dass die Gemeinde sich mit angrenzenden Grundstückseigentümern über einen Landtausch einigen muss. Deshalb wurde ein Bodenordnungsverfahren in Betracht gezogen. Ein solches hätte vor allem auch den Landtausch vereinfacht. „Außerdem hätte wir in diesem Zusammenhang das eine oder andere Projekt in Angriff nehmen können“, sagt der stellvertretende Bürgermeister Lutz Ritter (UWW).

Doch nun erhielten diese Pläne einen Dämpfer. „Man soll die Hoffnung nicht aufgeben“, sagt Bürgermeister Siegfried Hoffmann. Es gäbe noch eine zweite Variante. Doch über die möchte er in der Öffentlichkeit noch nicht sprechen. Das würde nur unnötig für Unruhe sorgen. „Wichtig ist, dass wir dranbleiben. Ich werde dazu in den kommenden ein, zwei Wochen weitere Gespräche führen“, kündigt Siegfried Hoffmann an.

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