Bützow : Wehrführer appelliert an die Stadt

Seit 30 Jahren Mitglied der Bützower Feuerwehr ist Heinrich Wessolleck. Wehrführer Holger Gadinger nahm die Ehrung vor.
1 von 2
Seit 30 Jahren Mitglied der Bützower Feuerwehr ist Heinrich Wessolleck. Wehrführer Holger Gadinger nahm die Ehrung vor.

Brandschützer suchen dringend weitere Mitglieder. Holger Gadinger sieht Bürgermeister in der Pflicht.

23-36155540_23-66110650_1416397439.JPG von
10. Februar 2020, 05:00 Uhr

Deutliche Worte hat Bützows Wehrführer Holger Gadinger bei der Jahreshauptversammlung gefunden. Die Verwaltung und als deren Leiter der Bürgermeister müssten endlich tätig werden, um die Bereitschaft der Feuerwehr am Tage zu gewährleisen. „Ein Blick ins Brandschutzgesetz reicht aus, um zu wissen, wer eine leistungsfähige Feuerwehr aufzustellen, auszurüsten und zu unterhalten hat“, sagte Gadinger bei der Versammlung am Freitagabend. „Jedenfalls nicht die Wehrführung.“ Stattdessen sei es nötig, Verwaltungsangestellte nach Möglichkeit für den aktiven Feuerwehrdienst einzuspannen. „Auch Gespräche mit hiesigen Arbeitgebern müssen geführt werden“, so der Wehrführer.


Leichter Abwärtstrend bei Mitgliedszahl

Eine Forderung, die auch von seinem Stellvertreter Alexander Kraak noch einmal bekräftigt wurde: „Man kann nicht als Gemeinde verlangen, dass die private Wirtschaft Kameraden für den Einsatz freistellt, wenn der öffentliche Dienst hier nicht als Vorbild vorangeht.“ An die Stadtvertretung richtete Gadinger den Appell, das Ehrenamt zu stärken und Anreize zu schaffen.

Die Jahreshauptversammlung nutzte die Freiwillige Feuerwehr Bützow aber auch, um das zurückliegende Jahr zu resümieren, das, wie Wehrführer Gadinger betonte, ein eher ruhiges war. 57-mal wurde die Feuerwehr alarmiert, davon 20-mal zu Brandeinsätzen. Als ungewöhnlich hervorzuheben waren dabei die Bergung eines Tresors aus der Nebel sowie die Rettung eines Gelbbrustaras aus einem Baum.

In der Einsatzabteilung gehören der Bützower Wehr 60 Mitglieder an, in der Jugendabteilung 20 und in der Ehrenabteilung 32. In 2019 konnten vier Neuverpflichtungen verbucht werden, aber auch sieben Abgänge, darunter drei Atemschutzgeräteträger und zwei Chemikalienschutzanzugträger. „Auch in der Wettkampfgruppe macht sich der demografische Wandel bemerkbar“, so Kraak. „So ist es immer schwieriger, mit einer kompletten Mannschaft an den Wettkämpfen teilzunehmen.“

Die Jugendfeuerwehr konnte diesbezüglich im zurückliegenden Jahr punkten. Bei Wettkämpfen schnitt der Nachwuchs gut ab, konnte beispielsweise den ersten Platz bei der Kreisbestenermittlung erringen und wurde Vizelandesmeister. Damit haben sich die Jungen und Mädchen für die Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft qualifiziert, die dieses Jahr in Bayern ausgetragen wird.


Laternenumzug war voller Erfolg

Neben dem Einsatzgeschehen spielte auch das gesellschaftliche Engagement der Feuerwehr im Jahresbericht des Wehrführers eine Rolle. So veranstaltete die Feuerwehr im November erstmalig einen Laternenumzug, zu dem etwa 500 Besucher kamen. „Der Schrei nach Wiederholung tönte schon von den beteiligten Einrichtungen“, so Gadinger. Außerdem stünden die Chancen gut, auch dieses Jahr wieder einige Kameraden zum Einsatz beim Heavy Metal Festival Wacken schicken zu können.

Darum geht's im MEDIENPROJEKT von SVZ und NNN

Etwa 65.000 Schüler und Lehrer allein in unserem Verbreitungsgebiet erhalten in einem gemeinsamen Projekt der Zeitungsverlage und des MV-Bildungsministeriums bis zum Jahresende kostenlosen Zugang zu den Newsportalen. Fragen Sie an den Einrichtungen ihrer Kinder nach den Bedingungen und Login-Daten, die Sie auch in der Familie nutzen können.
Was bewegt die Schüler ab Klasse 5 bis hinauf in die Gymnasien und Berufsschulen unseres Landes? Was passiert in ihrem Umfeld, in Deutschland und der Welt? Wie können seriöse Nachrichten von Fake News unterschieden werden?
Die Schweriner Volkszeitung und die Norddeutschen Neuesten Nachrichten bieten den Schülern die aktuellsten Berichte, liefern in einem speziellen Dossierbereich "Diskussionsstoff" für den Unterricht und möchten mit ihnen in Austausch kommen.
 
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen