Letschow : Wehr sorgt sich um Löschwasser

Sind für langjährige Mitgliedschaft geehrt worden: Helga Koch, Klaus-Dieter Rudolph und Eckhard Kraatz (von links).
Sind für langjährige Mitgliedschaft geehrt worden: Helga Koch, Klaus-Dieter Rudolph und Eckhard Kraatz (von links).

Teich in Letschow renaturiert: Verwaltung und Gemeindewehr suchen Lösung

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23. Februar 2018, 05:00 Uhr

Eines der größten Probleme im Einsatzgebiet der Freiwilligen Feuerwehr Letschow/Hof Tatschow ist die Versorgung mit Löschwasser, wie Wehrführer Mario Behrend berichtet. Der Grund: Der Teich in Letschow wurde renaturiert. „Um eine passable Lösung zu finden, arbeite ich mit dem Bürgermeister, der Stadtverwaltung und der Gemeinde-Wehrführung eng zusammen, um den Brandschutz hier wieder zu 100 Prozent zu gewährleisten“, so Behrend.

Für 60-jährige Mitgliedschaft in der Feuerwehr ist Adam Kretschmer in Abwesenheit geehrt worden. Jeweils seit einem halben Jahrhundert sind Helga Koch, Klaus-Dieter Rudolph und Eckhard Kraatz dabei. Die Wehr zählt zurzeit 37 Mitglieder: 16 Einsatzkräfte, elf Reservekräfte und zehn in der Ehrenabteilung. Drei Mitglieder sind Atemschutzgeräteträger, die Ausbildung zur Truppfrau oder Truppmann und Motorkettensägenführer haben fast alle Kameraden absolviert.

Drei Kameraden sind Maschinisten und dürfen damit das Löschfahrzeug fahren und bedienen. Das Durchschnittsalter steigt in der Wehr, Kameraden können zunehmend aus Alters - oder gesundheitlichen Gründen nicht mehr aktiv dabei sein. Immerhin: Einen neuen Kameraden gewann die Wehr 2017 dazu.

„Wo geht die Reise hin?“, fragte Wehrführer Mario Behrend besorgt, weil Einsatzkräfte wegen der Arbeit wegziehen. „Wir bilden hier junge Frauen und Männer zu guten Feuerwehrleuten aus und müssen sie dann ziehen lassen.“ Wer in Rostock arbeite, sei wenigstens eventuell abends und am Wochenende im Einsatzgebiet der Wehr.

Die Statistik für 2017 weist acht Einsätze aus, darunter einen Brandeinsatz im Januar in Brandow. Bei dem Dachstuhlbrand in einem Einfamilienhaus waren keine Personen gefährdet. Sechs Feuerwehren aus zwei Ämtern waren im Einsatz. „An der Einsatzstelle wurde das Löschwasser knapp, sodass wir einen Swimmingpool anzapfen mussten“, sagt Behrend. Der Einsatz dauerte bis in die Morgenstunden. Weitere Brände löschte die Wehr im Juli und im September. Die Gesamtzeit der Einsätze beträgt 15,35 Stunden. Die Eintreffzeit betrug im Durchschnitt 15 Minuten.

Die Ausbildungsdienste der Einsatzabteilung finden 14-tägig donnerstags statt. Der erste Freitag im Monat ist ein Dienstabend, bei dem es hauptsächlich um Neuigkeiten und Organisatorisches geht. In diesem Jahr, so vermutet Behrend, werde die Ausbildung mit den Kameraden aus Schwaan oder Wehren aus den Nachbargemeinden erneut verstärkt, um bei größeren Einsätzen noch besser handeln zu können. Beim Amtsausscheid in der Gemeinde Bröbberow /Groß Grenz im Mai wurden alle Disziplinen von der Zeit her zusammengefasst gewertet. Die Ortsfeuerwehr erreichte den fünften Platz.

Die Jugendarbeit bei den Kameraden in Schwaan bezeichnete Mario Behrend als sehr gut. Er appellierte an die Kameraden, junge Verwandte im Alter von acht bis 16 Jahren für die Feuerwehrarbeit zu gewinnen. Und beim Brückenfest in Schwaan belegte die Drachenboot-Crew mit Schwaaner Kameraden beim ersten Rennen dieser Art auf der Warnow den dritten Platz – nach nur einem Training.

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