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Güstrow-Bützow Kanal : Wasserstände sinken auf dramatisches Niveau

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Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Durch fehlenden Regen ist der Pegel am Güstrow-Bützow Kanal in Zepelin extrem niedrig. In Güstrow niedrigster Wasserstand seit 1974

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erstellt am 28.Sep.2016 | 05:00 Uhr

Spaziergängern und Radfahrern, die in diesen Tagen am Güstrow-Bützow-Kanal in Zepelin vorbeikommen, bietet sich ein trostloses Bild: Der Wasserstand ist erheblich gesunken, die Uferseiten sind ausgetrocknet, Flussmuscheln liegen auf dem Trockenen.

Die aktuelle Extremsituation sei eine Folge der lang anhaltenden Trockenheit und betreffe das Gesamteinzugsgebiet der Nebel, heißt es von der Abteilung Naturschutz, Wasser und Boden des Staatlichen Amtes für Landwirtschaft und Umwelt Mittleres Mecklenburg (StALU MM). „Die Wasservorräte im Einzugsgebiet der Nebel sind nahezu erschöpft. Es fließt kaum noch Wasser aus dem Krakower See ab. Gleiches gilt für die Nebenflüsse. Diese Situation wird sich erst wieder durch Niederschläge entspannen“, sagt Diplom-Biologin Dörte Kolbow vom StALU MM.

Die Niederschlagsmenge sei bereits seit März unterdurchschnittlich, was sich dann ab Mai deutlich auf die regionalen Wasserstände und Durchflüsse auswirkte. Eine Besserung der Situation ist offenbar noch nicht in Sicht. „Der sommerliche Wassermangel hält nicht nur bis Ende September an, sondern verstärkt sich noch weiter, weil wir es mit einem außergewöhnlich niederschlagsarmen und warmen September zu tun haben“, so Dörte Kolbow.

Für die hiesigen Gewässer hat das dramatische Folgen. So wurde bei der letzten Messung am vergangenen Wochenende in Güstrow mit nur einem Zentimeter der niedrigste Wasserstand seit 1974 gemessen.

Die Nebel ist ein Fließgewässersystem, das immer besonders empfindlich auf schwankende Abflusssituationen reagiert, sagt Dörte Kolbow. „Das heißt, Extremsituationen schlagen hier immer besonders schnell und heftig durch. Das betrifft sowohl Niedrigwasser- als auch Hochwasserereignisse.“

Die aktuelle Situation betreffe aber auch andere Gewässersysteme. So seien die Durchflüsse an der Beke bei Schwaan derzeit ähnlich dramatisch niedrig, so Dörte Kolbow.

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