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Bützower Zeitung

23. November 2017 | 08:51 Uhr

Letschow : Was für ein Hundeleben

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Ein ganzer Tag nur für die vierbeinigen Freunde. Dem Gnadenhof Letschow wurde hilfreich unter die Arme gegriffen.

svz.de von
erstellt am 18.Aug.2014 | 16:39 Uhr

So recht sitzen bleiben wollte der Irish Setter Hund „Dark“ nicht, als Kathleen Deckert sich die Perücke überstülpte, die Feder ins Schwarzhaar steckte, laut trommelte, einmal um den Hund herum lief und dabei „huga huga“ sang. Die 26-jährige Warinerin absolvierte mit dem Pflegehund die Station „Der letzte Mohikaner“, eine von zehn, die Hund und Herrchen beziehungsweise Frauchen jüngst am Tag des Hundes in Neuhof absolviert haben. Dazu hatten die Hundefreunde Marina und Karl-Heinz Pohl zum vierten Mal eingeladen. Die Idee zum Hundetag kam der 55-Jährigen als sie in der „Alten Schmiede“ arbeitete. „Wir wollten das Dorf mit Leben füllen, aber keinen kommerziellen Zweck verfolgen. Weil wir viele Hundefreunde sind, kam mir die Idee zu einem Treffen, wo Tier und Mensch gefordert werden und Spaß an den Spielen haben. Die Tombola und der Flohmarkt haben sich daraus entwickelt und Monika Matschke bietet schöne Patchworkarbeiten an. Ein Teil aus den Erlösen kommt dem Gnadenhof Letschow zu Gute. „Mit diesem arbeiten wir seit drei Jahren eng und gut zusammen. Diese Menschen dort engagieren sich mit Herzblut für Hunde. Das gefiel uns und wir schwimmen auf einer Wellenlänge was die geliebten Vierbeiner betrifft. Wir treffen uns zu regelmäßigen Hundewanderungen“, erklärt Marina Pohl, die schon neue Ideen fürs fünfte Treffen am zweiten Augustwochenende hat. Bürgermeister Dettlef Lukat begrüßte die private Initiative in seiner Gemeinde. Er besaß damals mit den ältesten Spitzmischling der Welt mit 23,6 Jahren. Nun hat er sich einen neuen Welpen ausgesucht der in den nächsten Wochen auf dem Hof einziehen wird.

Als Sieger des Hunde-Rennens ging mit 5,10 Sekunden auf 50 Metern Horst Tokarz aus Brüel mit seinem Schäferhund Buffy hervor. „Wir nehmen zum zweiten Mal an diesem Event teil“, so der Brüeler. Ihm hopste bei der Hunderallye ein paar Mal das Ei vom Löffel. Buffy interessierte es überhaupt nicht das er nicht überall hinsehen sollte anstatt sich auf Herrchens Eierlauf zu konzentrieren. Das war die erste Station, die alle Hundeteilnehmer zu absolvieren hatten. Wohlklingende Stationen wie „Sackgeheimnisse“, hier musste das Herrchen erraten was im Sack zu ertasten war, „Durch drei Tore musst du gehen“, der Hund musste drei zugehängte Tore durchschreiten und durfte sich auch nicht am Würstchen, das herabhing, verschnappen oder „Schmittchen Schleicher“, wo Herrchen dem Hundchen ein paar Kindersocken über die Vorderläufe streifen musste. Spaß hat es allen gemacht. Auch Schäferhundmischling Jack vom Letschower Gnadenhof. Der seit dem dritten Lebensmonat hüftbehinderte Hund schnappte sich einfach das Würstchen und zog weiter. „Wir sind ein Gnadenhof für Hund und Katze, aber nicht aus Privathaltung, sondern holen uns die Tiere aus den Tierheimen. Uns gibt es seit zehn Jahren, wir zählen 80 Mitglieder. Mit fünf Tieren sind wir heute hier. Sie sollen auch Spaß haben und andere Hunde sehen. Inga Maier, Anett Burmeister, Ronny und sein Sohn Falk Breetz, Jason Hartig und Dagmar Meyerdiercks, begleiteten uns heute“, erzählte Gnadenhofleiterin Christel Klein.

Mit dem größten Hund an diesem Tage war Reinhard Turinski aus Bröbberow bei Schwaan angereist. Seinen weißen Schweizer Schäferhund „Baron Cumano“ hat er vor drei Jahren als Welpen erworben. „Wir waren auf dem Hundeplatz, mussten aber abbrechen weil der Hund gesundheitliche Probleme hatte. Erzogen haben wir ihn selber. Er ist zwar groß, aber ein freundlicher Familienhund“, so der ehemalige Diensthundeführer.


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