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Güstrow/Bützow : Warnstreik beim DRK-Rettungsdienst

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Mitarbeiter fordern gerechte Bezahlung und Gleichbehandlung mit Kollegen des öffentlichen Dienstes / Bisherige Gespräche ohne Ergebnis

svz.de von
erstellt am 03.Jun.2014 | 15:52 Uhr

Die Aufnahme von Tarifverhandlungen, eine gerechte Bezahlung und eine Gleichbehandlung mit Kollegen des öffentlichen Dienstes fordern heute Mitarbeiter des DRK-Rettungsdienstes aus Güstrow, Bützow und Teterow bei einem Warnstreik in Güstrow. Die Gewerkschaft Verdi ruft die Beschäftigten auf.

Anette Golle, Verdi-Verhandlungsführerin in der Tarifkommission: „Der Arbeitgeber, der DRK-Kreisverband, verweigert Tarifgespräche. Die Verdi-Mitglieder wollen durch den Warnstreik den Arbeitgeber an den Verhandlungstisch zwingen.“ Angestrebt wird eine Anlehnung an den Tarif des öffentlichen Dienstes.

Golle weist darauf hin, dass im Vergleich zu einem Mitarbeiter im Rettungsdienst der Mitarbeiter in der Rettungsleitstelle des Landkreises im Durchschnitt 700 Euro mehr verdient. So etwas sei nicht hinzunehmen, so Golle.

Die Situation schwelt seit 1998. In dem Jahr trat der DRK-Kreisverband nach eigenen Angaben aus wirtschaftlichen Gründen aus dem Tarifvertrag aus.

Seitdem gibt es nach Aussagen von Notfallsanitäter Frank Bauriedl, Mitglied der Tarifkommission, „nicht erwähnenswerte Lohnerhöhungen“, obwohl die Aufgaben immer umfangreicher geworden seien. „Aber im Portmonee sieht man das nicht“, so Bauriedl.

Mit diesem Zustand sei auch die Unzufriedenheit der Kollegen gestiegen, die Motivation gesunken und viele hätten auch den Spaß an der Arbeit verloren, ohne allerdings ihre Aufgaben, Menschen zu helfen und zu retten, zu vernachlässigen, erklärt Bauriedl weitere Umstände für den Warnstreik.

Der Warnstreik findet heute von 6 Uhr bis zum Ende des 24-Stunden-Dienstes statt. Treff ist 14 Uhr vor der Kreisverwaltung Am Wall. Um 16.30 Uhr marschieren die Mitarbeiter zum DRK-Palais in der Langen Straße. Dort läuft ab 18 Uhr eine turnusgemäße Mitarbeiterversammlung des DRK-Kreisverbandes. Sie nutzen sie, um ihre Forderungen zu unterstreichen.


DRK: unterschiedliche Bezahlung nicht gewollt


Verdi kritisiert weiter, dass der Arbeitgeber auch Verhandlungen zur Notdienstvereinbarung abgelehnt hat. Golle: „Damit Mitbürger nicht zu Schaden kommen, hat die Verdi-Tarifkommission Montag einen Notdienst erarbeitet.“

Die dort eingesetzten Mitarbeiter würden allerdings nicht zum Warnstreik aufgerufen, heißt es in einem Schreiben der Gewerkschaft.





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