zur Navigation springen

Klein Raden : Warnowbrücke soll saniert werden

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Vertreter aus Ämtern, Kommunen und Naturparkverwaltung an einem Tisch / Lösung soll bezahlbar sein und Bestand haben

von
erstellt am 13.Okt.2014 | 17:35 Uhr

Wie nun weiter mit der hölzernen Brücke im Warnowdurchbruchtal. Diese Frage schwebte bei einer Beratung von Ämtern, Kommunen und der Naturparkverwaltung  im Raum. Konkrete Ergebnisse gab es am Ende  nicht, wohl aber Einigkeit zur weiteren Vorgehensweise in der Sache.

Die Fußgängerbrücke, die zwischen Groß Görnow und Klein Raden über die Warnow führt war bei einem Sturm am 2. August durch die  herabstürzende Krone einer mächtigen Buche  stark beschädigt  worden. Die Warnowquerung wurde gesperrt und aus Kostengründen sogar ihr Aus in Erwägung gezogen. Inzwischen können Wanderer sie wieder nutzen, nachdem Ranger vom Naturpark Sternberger Seenland  die Schäden ausgebessert haben (SVZ berichtete).

Die Naturparkverwaltung in Warin  hatte nun Vertreter aus den Ämtern Sternberger Seenlandschaft – hier in Personalunion mit der Stadt – und Bützow-Land, der Gemeinde Warnow, den Bereichen Wasserwirtschaft und Naturschutz in den Staatlichen Ämtern für Landwirtschaft und Umwelt (Stalu) Mittleres und Westmecklenburg, der Unteren Naturschutzbehörden, dem Forstamt Schlemmin und  der Tourist-Information Sternberg an einen Tisch gebracht. Schon diese Aufzählung verdeutlicht die Problematik, die das Unterfangen, die Warnowbrücke zu erhalten, enorm erschwert: Die Zuständigkeit reicht über die Grenzen  von Landkreisen,  Ämtern und Kommunen.

Stand- und Verkehrssicherheit des Holzbauwerks sind nach einem Prüfbericht, den das Amt Bützow-Land schon im Februar in Auftrag gegeben und kürzlich erhalten hat, vorhanden. Dafür spricht Fachleuten zufolge auch, dass das enorme Gewicht der abgebrochenen Baumkrone nicht zum Einsturz der Brücke geführt hat. Diese sei allerdings  in die Jahre gekommen und mittelfristig müsste was unternommen  werden, hieß es in der Beratungsrunde übereinstimmend. „Es gab diverse Vorschläge bis hin zu einer Hängebrücke“, sagt Jan Lippke, stellvertretender Naturparkchef. Die sei sicher für den Tourismus attraktiv, aber teuer.

Als kostengünstigste Variante wird eine Sanierung des vorhandenen Bauwerks favorisiert. „Wir können träumen, dürfen aber die Wirklichkeit nicht verdrängen. Die Lösung muss bezahlbar sein  und auf längere Sicht Bestand haben. Sonst stehen wir immer wieder vor der gleichen Frage“,  sagt der Sternberger Bürgermeister Jochen Quandt. Er wolle  das Ingenieurbüro, das die jetzige Brücke geplant hat, und  die Prüfer aus diesem Jahr zusammenbringen, damit die Beteiligten erfahren, „was gemacht werden kann und welche Kosten entstehen“. Zwar sei ungeklärt, wer Baulastträger ist und zahlen müsste, „doch an Sternberg und der Gemeinde Warnow führt wohl kein Weg vorbei“, so Quandt. Angesichts knapper Kassen lasse sich so ein Vorhaben aber nur mit Fördermitteln finanzieren. Sobald konkrete Daten vorliegen, solle ein Zuschuss aus dem neuen Leader-Programm   beantragt werden. 

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen