Leader-Programm : Warnow will Tourismus fördern

Wenn es nach Warnows Bürgermeister Siegfried Hoffmann geht, soll in Zernin ein Kanu-Ausstieg installiert werden. Davon sollen der Warnow-Tourismus sowie die Gemeinden Warnow und Tarnow profitieren. Der Ausstieg ist eines der Projekte, die Hoffmann gern mit Leader-Mitteln realisieren würde.
Wenn es nach Warnows Bürgermeister Siegfried Hoffmann geht, soll in Zernin ein Kanu-Ausstieg installiert werden. Davon sollen der Warnow-Tourismus sowie die Gemeinden Warnow und Tarnow profitieren. Der Ausstieg ist eines der Projekte, die Hoffmann gern mit Leader-Mitteln realisieren würde.

Gemeindevertreter einigen sich auf fünf Vorhaben für eine Bewerbung auf Fördermittel / Anträge für das Jahr 2018 sind einzureichen

svz.de von
03. Mai 2017, 05:00 Uhr

Die Gemeindevertreter Warnows haben auf ihrer jüngst gehaltenen Sitzung beschlossen, mit welchen Projekten sich die Gemeinde beim Leaderprogramm für eine Förderung bewirbt.

Ganz oben auf der Liste steht der Radweg zwischen Eickhof und Eickelberg, der sich auf der Strecke von Berlin nach Stettin befindet. Dieses Förderungsgesuch stammt bereits aus dem Jahr 2016, wurde seinerzeit jedoch nicht berücksichtigt. Außerdem wird die Rekonstruktion des Holzlagers im Naturdorf Eickhof angestrebt – ebenfalls wie schon 2016. Dieses Vorhaben sei laut Bürgermeister Siegfried Hoffmann nötig, da das Heizungssystem mit Holz funktioniert und ein Lager des Brennstoffes vonnöten sei. Der Radweg und das Holzlager sind Warnows dringlichste Anliegen.

Auch die Feierhalle in Rosenow soll saniert werden. Laut Hoffmann sei sie in einem schlechten Zustand, müsste gemalert und neu bestückt werden und auch von außen Farbe erhalten. Zudem hofft Warnow auf Fördermittel zur Teilerneuerung der Pflasterstraße zwischen Eickhof und Eickelberg. Zudem sind gemeinsam mit der Gemeinde Tarnow Projekte angepeilt: Erstens eine Ausstiegsstelle an der Warnow, um die Kirche und die Pfarrscheune touristisch nutzen zu können, und zweitens ein Rad- und Wanderweg zwischen Warnow – Zernin – Dreetz – Ziebühl. Der alte Güstrower Weg soll wiederbelebt werden.

Alle von der Gemeinde Warnow angepeilten Projekte haben einen touristischen Anspruch. Touristische Projekte sind aber nur eine Sparte, die Leader mit Fördermitteln im ländlichen Raum unterstützt. Auch die Sicherung der Daseinsvorsorge und Daseinsfürsorge, die Erschließung von Erwerbsmöglichkeiten und den Erhalt kulturellen Erbes hat sich das flexible und breit gefächerte Förderinstrument auf die Fahnen geschrieben. Einen Antrag stellen können Kommunen, Vereine und Privatpersonen. Die Projekte müssen der Allgemeinheit einen Mehrwert bieten, öffentlich nutzbar sein und den Förderrichtlinien beziehungsweise dem Strategiepapier der Lokalen Aktionsgruppe entsprechen. Diese sind unter www.leader-guestrow.de einsehbar.

Noch bis zum 30. Juni besteht die Möglichkeit, Projektideen beim Regionalmanagement für die dritte Förderperiode einzureichen. „Es ist empfehlenswert, sich frühzeitig mit dem Regionalmanagement in Verbindung zu setzen und gegebenenfalls die Projektidee vor der Einreichung zu besprechen“, teilt Regionalmanager Olaf Pommeranz mit.

In der Vorhabenauswahl 2016 wurden von der Lokalen Aktionsgruppe Güstrower Landkreis elf Projekte ausgewählt. Damit werden zirka 1,4 Millionen Euro Fördermittel umgesetzt. Die Durchführung der Vorhaben hat zum Teil bereits begonnen, die ersten Zuwendungsbescheide wurden ausgestellt. Zu den größten aktuellen Vorhaben gehört das Projekt „Büdnerei“ im Wildpark Güstrow, welches bereits bei der Erstellung der Strategie für lokale Entwicklung (SLE) von der Lokalen Aktionsgruppe als Leitprojekt ausgewählt wurde und dessen Realisierung für 2017 und 2018 vorgesehen ist.

Auch die Stadt Bützow erhält eine Leader-Förderung für die geplante Umgestaltung des Parks am Schloss (Teilprojekt: Wasser erleben). Die Förderung bezieht sich auf die Neumodellierung der Uferlinie und die Gestaltung der Aufenthalts- und Freizeitflächen im Rosengarten.

Ansprechpartner sind Olaf Pommeranz und Diana Benick, die unter Telefon 03843/75 56 13 00 oder per Mail an olaf.pommeranz@lkros.de erreichbar sind.


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