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Bützower Zeitung

23. September 2017 | 23:51 Uhr

Bützow : Warnow-Klinik setzt noch eins drauf

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Montage für moderne Palliativstation mit zwölf Betten hat begonnen

Am Montag begannen die Montagearbeiten. Die ersten beiden Außenwände stehen. Und bereits in der  kommenden Woche soll das provisorische Dach gesetzt sein. „Spätestens Ende November soll die neue Paliativstation der Warnow-Klink fertig sein“, sagt Klinik-Geschäftsführer Thomas Blum.

Vor dreieinhalb Jahren, im Herbst 2010, eröffnet  die Warnow-Klinik diesen Bereich für Patienten, die dort auf ihrem letzten Lebensabschnitt betreut werden.  „Wir haben mit fünf Betten begonnen, haben dafür Räume in der Station II der Klinik genutzt“, erklärt Blum. Doch schon bald zeigte sich, dass das vorhandene Angebot so nicht ausreicht, die Bedingungen „besser sein könnten“. Denn es geht nicht nur um die Unterbringung der Palliativpatienten, sondern auch um verschiedene Therapieformen, wie Musik- und Kunsttherapien. Auch Platzmäßig stieß man an Grenzen. Man habe zeitweise bis zu zehn, elf Betten benötigt.

 „Wir haben einen sehr hohe Auslastungsgrad“, erklärt der Geschäftsführer bezogen auf die gesamte Warnow-Klinik. Er verweist er auf eine Bettenbelegung von 91 Prozent im vergangenen Jahr. „Dann wird es zeitweise auch schon mal eng. Bundesweit lag dieser Wert bei 76 Prozent“, zieht Blum einen Vergleich.

Das alles habe bereits während des Erweiterungsbaus vor zwei Jahren  zu den Überlegungen geführt, eine neue Palliativstation zu errichten. Beim Land stieß man auf offenen Ohren. Das fördert zu fast 100 Prozent den Neubau. Von den rund 1,7 Millionen Euro Baukosten kommen 1,6 aus Schwerin.

So setzt jetzt die Warnow-Klinik im wahrsten Sinne des Wortes noch eins drauf. Denn die Palliativstation wird auf den neu errichten Erweiterungsbau draufgesetzt. Der Vorteil der langen Planung: „Wir haben das bereits mit berücksichtigt.“ Der Fahrstuhl wurde eine Etage höher gezogen und auch die Schächte für die Versorgungsleitungen sind entsprechend vorbereitet worden.

Am Montag begann nun die Montage der Wandelemente. Denn es wird eine besondere Bauweise angewandt. Es gibt Holztafelelemente. Die werden zusammengesteckt. In zehn Tagen wird das Grundgerüst stehen. Dann erfolgt der ganz normale Innenausbau und auch die Wärmedämmung. Insgesamt sollen acht Zimmer mit zwölf Betten entstehen, zudem ein Gästezimmer, in dem auch mal ein Angehöriger übernachten kann. In einem Wohnzimmer ist Platz für gemeinsame Stunden und auch eine Dach-Terrasse wird es geben. „Wenn alles fertigt ist, haben wir wirklich perfekte Bedingungen“, ist sich Thomas Blum sicher. Das bezieht er sowohl auf die Patienten, als auch auf die Mitarbeiter, die dort tätig sein werden.Ralf Badenschier

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