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Bützower Zeitung

25. November 2017 | 12:38 Uhr

Bützow : Warnow-Klinik im Wandel der Zeit

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Bützower Krankenhaus Ende des Jahres endgültig fertig.

Nach knapp sieben Jahren Bauzeit steht die Warnow-Klinik vor der endgültigen Fertigstellung. „Wir befinden uns jetzt im letzten Bauabschnitt. Ich bin aber auch froh, dass es weniger geworden und bald vorbei ist“, sagt Geschäftsführer Thomas Blum, der gestern die SVZ-Sommertour leitete. Derzeit wird noch an der Palliativstation gearbeitet, die Ende November, Anfang Dezember eröffnet werden soll. „Wir sind gut im Plan“, gibt sich Blum optimistisch. Er führte die SVZ Leser durch das gesamte Krankenhaus, nur der OP-Saal war tabu.

In den sieben Jahren Bauzeit hat sich die Warnow-Klinik, wie sie seit 20 Jahren heißt, zu einem modernen und zweckmäßigen Krankenhaus entwickelt, welches optimale Bedingungen für die Mitarbeiter und vor allem Patienten bietet. Neben dem Krankenhaus gehört auch noch ein Pflegeheim, ein Ärztehaus sowie ein betreutes Wohnen zum Geschäftsmodell. „Das ist das, was wir zu bewirtschaften haben“, erklärt Blum.

Das Hauptgeschäft bleibt das Krankenhaus, wo sich 150 der insgesamt 220 Mitarbeiter rund um die Uhr um das Wohl der jährlich 3700 Patienten kümmern. Hilfreich ist dabei die moderne Technik, die nach dem Umbau und Anbau auf den neuesten Stand gebracht wurde. Ob Notfallambulanz, Röntgenabteilung, Intensivstation oder die einfachen Patientenzimmer, nichts ist mehr so, wie es vorher war. Das kann auch Dr. Günther Zschämisch nach einem Rundgang bestätigen, der von 1960 bis 2001 im Bützower Krankenhaus als Arzt tätig war und gestern die Sommertour begleitete. „Das ist absolut nicht mehr vergleichbar. Für die Ärzte ist es jetzt wesentlich einfacher. Ich hatte anfangs ja nicht einmal ein Telefon zu Hause. Wenn ich zum Hausbesuch musste, kam jemand zu mir nach Hause und hat mir Bescheid gesagt“, plaudert der 78-Jährige aus dem Nähkästchen, der aber auch gleich „um die Ecke“ des Krankenhauses wohnt. Von dort konnte er auch den Umbau der Warnow-Klinik sehr gut verfolgen. Von der Palliativstation ist von Außen nur wenig zu sehen. Den SVZ-Lesern war es gestern aber möglich, mal im Inneren zu schauen, wie weit die Arbeiten fortgeschritten sind. Über einen provisorischen Aufgang, der Staub, Dreck und Lärm vom genutzten Teil des Krankenhauses so gut es geht abhält, ging es hinauf zur Palliativstation. Inzwischen sind die Trockenbauer am Werk, Rohr-Leitungen und Kabel wurden vorher schon verlegt. Wenn alles fertig ist, sollen zwölf Patienten hier einen Platz finden. Auf die Palliativstation kommen nur Patienten, bei denen eine Heilung nicht mehr möglich ist. „Angefangen haben wir Ende 2010 mit fünf Betten. Es ist so gut gelaufen, dass wir uns erweitern wollten“, sagt Blum. Unterstützt wird das Projekt mit 1,6 Millionen Euro vom Land. Knapp 100 000 Euro musste die Klinik selber aufbringen.

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