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Bützower Zeitung

21. Oktober 2017 | 16:14 Uhr

Warnow : Warnow feiert das Ehrenamt

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Gemeinde zeichnete auf Dorffest drei Einwohner aus, die sich seit Jahrzehnten für die Gemeinschaft engagieren

von
erstellt am 04.Jul.2016 | 09:00 Uhr

„Ich kann nicht anders. Ich muss immer unterwegs sein“, sagt Elli Stockfisch. Die 81-Jährige kümmert sich seit über zehn Jahren um den neuen und alten Friedhof in Warnow und hat die Schlüsselgewalt für die Kirche in Warnow. Auf dem Dorffest am Wochenende in Warnow wurde sie für ihr Ehrenamt geehrt.

Es gibt doch keine bessere Gelegenheit, alteingesessene langjährige aktive Dorfbewohner zu ehren, als das Fest, sagt der stellvertretende Bürgermeister Lutz Ritter. „Das war eine Überraschung“, gesteht dann auch Elli Stockfisch. Dabei blieb die Ehrung auch im Familienkreis geheim. Ist die Warnowerin doch die Schwiegermutter von Ritter. Ihr mache die Arbeit einfach Spaß. So schaut sie unter anderem vor und nach Beerdigungen auf dem Friedhof nach dem Rechten. „Mein Mann Gerhard unterstützt mich dabei und der ist schon 87“, verrät die rüstige Seniorin. Außerdem schreibt sie seit Jahrzehnten ein Kirchentagebuch, fertigt dafür auch selbst Fotos an.

Geehrt wurde auch Hanni Schmidt. „Sie hat sich zwei Jahrzehnte um das Kulturhaus gekümmert“, so Bürgermeister Siegfried Hoffmann. Lutz Ritter erinnert sich, in was für einem desolaten Zustand das Haus Anfang der 1990er-Jahre war. „Dort war eine Disko drin. Mitten im Saal stand eine Bar. Irgendwann haben wir dann den Pachtvertrag aufgelöst und das Haus wieder in Schuss gebracht“, so Ritter. Und Hanni Schmidt hat dafür gesorgt, dass bei Veranstaltungen alles in geordneten Bahnen ablief. Nun tritt sie aus Altersgründen kürzer. „Wir haben aber schon eine Nachfolgerin“, so Lutz Ritter.

Nicht beim Fest dabei sein konnte der dritte Geehrte. Friedhelm Seyer erhielt für 40-jährige Mitgliedschaft in der Freiwilligen Feuerwehr das Brandschutzabzeichen des Landes Mecklenburg-Vorpommern in Gold. 20 Jahre lang war er Jugendwart und ist immer noch aktiver Gruppenführer. „Wir haben ihn Zuhause besucht und ihm die Auszeichnung übergeben“, erklärt Ritter.

So wie sich diese drei Warnower ehrenamtlich engagieren, davon lebt auch das Dorffest selbst. Rund eine Woche haben viele Einwohner mit angepackt, um das bunte Treiben auf dem Gelände der Feuerwehr vorzubreiten. „Es muss alles herangeschafft und aufgebaut werden“, sagt Lutz Ritter. Die Frauen der Ortsgruppe der Volkssolidarität haben Kuchen gebacken, der Jugendklub kümmert sich um die Spielangebote an diesem Nachmittag. Ein Vierteljahr lang haben Mädchen und Jungen des Hortes geprobt für ihren Auftritt bei der Mini-Playback-Show. Die kam ebenso gut an wie zuvor der Auftritt der Kinder der Kindertagesstätte. Am Abend wurde dann getanzt und natürlich gab es auch die Live-Übertragung des Deutschlandspiels auf eine Leinwand.

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