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Bützower Zeitung

18. November 2017 | 17:14 Uhr

Langen Trechow : Wacken? Wir haben Nopper!

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Das kleine Festival bei Langen Trechow lockte mit seinen zehn Bands hunderte Besucher an

svz.de von
erstellt am 03.Aug.2014 | 18:31 Uhr

Jahrelang ist Nico Nopper seinen Lieblingsbands hinterhergereist. „Doch nun mit Frau, sechs Kindern und eigener Firma sowie großem Hof ist das alles ein bisschen weniger geworden“, sagt der Langen Trechower. Und da kam ihm bereits im vergangenen Jahr die Idee, sich die Bands auf den eigenen Hof zu holen. Das „Nopperfestevil“ war geboren. Im vergangenen Jahr freute sich Nico Nopper über einen gut gefüllten Hof an einem Abend. Dieses Jahr wollte er es toppen: Zwei Tage Festival und zehn Bands standen auf dem Programm. Der Plan ging auf. „Wir haben so um die 900 Leute bisher hier gehabt“, meinte er am Sonnabendabend.

Doch es muss sich rechnen, schiebt Nopper nach. „Kommt in diesem Jahr wieder ein Minus raus, dann wird es das letzte Festival gewesen sein“, sagt er trocken. Doch Nopper ist Optimist und hofft, dass es nach einem Kassensturz in den nächsten Tagen dann auch wirklich heißt: „Das Nopperfestival soll zu einer festen Größe werden. Immer am ersten August im Jahr, wollen wir auf dem Nopperhof in Langen Trechow ein kleines, aber feines Festival feiern“, sagt der Veranstalter. Und dabei ist es absolut nicht seine Absicht, mit anderen Festivals zu konkurrieren. „Wir wollen gute Musik und keinen Kommerz“, betont er noch einmal. Und dass dieses Konzept ankommt, sieht man unter anderem auch an den Besuchern.


Jede Band des Festivals gesehen


So ist Dennis Witschel aus der Nähe von Wacken in Langen Trechow zum Nopperfestival angereist. „Die letzte Karte fürs Wacken habe ich vor drei oder vier Jahren gekauft. Da muss ich nicht mehr hin“, sagt er, obwohl der Weg von seinem Wohnort bis zum Festivalgelände in Wacken nur zehn Minuten dauert. Im Internet ist Dennis auf das Nopperfestival aufmerksam geworden. „Ich habe als Fotograf nur wenige freie Wochenenden und danach werden dann die Festivals ausgesucht, das Wohnmobil fertig gemacht und los geht es“, erzählt er. Und nicht nur durch seine farbige Kleidung unterscheidet er sich von den anderen Besuchern, sondern auch sein Equipment ist umfangreich. „Ich bin nicht so der Freund vom Zelten und der Kerzenständer ist Pflicht, der kommt auch immer mit nach Roskilde (in Dänemark) – eigentlich ist er immer dabei“, sagt Dennis. Auch kalte Ravioli aus der Dose gibt es bei ihm nicht. „Hier wird immer frisch und selbst gekocht!“ Das Nopperfestival hat ihm sehr gut gefallen.

„Es ist auch landschaftlich hier toll, du hast einen See zum Baden. Und ich habe alle Bands gesehen, das ist auch eher selten für ein Festival. Wenn es dann im nächsten Jahr noch ein bisschen Musik über den Tag verteilt gibt, bin ich wohl wieder dabei“, sagt der Schleswig-Holsteiner, der bereits am Donnerstag angereist war.

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