Verbraucherzentrale : Vorwurf: Geschäfte tricksen mit Preisen

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In jedem fünften Geschäft sind in den Schaufenstern die Preise der ausgestellten Waren nicht ausgeschildert. So stellte es die Neue Verbraucherzentrale Mecklenburg-Vorpommern bei Kontrollen im Land fest.

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30. November 2010, 08:55 Uhr

Güstrow/Bützow | In jedem fünften Geschäft sind in den Schaufenstern die Preise der ausgestellten Waren nicht ausgeschildert. So stellte es die Neue Verbraucherzentrale Mecklenburg-Vorpommern bei Kontrollen in Rostock, Güstrow, Schwerin, Wismar, Stralsund und Greifswald fest. "Nach der Preisangabenverordnung sind Waren in Schaufenstern, und Schaukästen durch Preisschilder oder Beschriftung auszuzeichnen. Die Preisauszeichnung muss wahrheitsgemäß, eindeutig zuzuordnen, leicht erkennbar und deutlich lesbar sein", so die Verbraucherzentrale.

Die in den sechs Städten vorgenommenen Kontrollen hätten vor allem erhebliche Defizite bei Textilgeschäften zu Tage gebracht. Von den insgesamt 400 kontrollierten Geschäften wurden bei 74 Mängel bei der Preisauszeichnung in Schaufenstern festgestellt, 58 davon waren Textilgeschäfte. Meist habe jegliches Preisschild gefehlt, gelegentlich waren nur ein oder zwei Preise im gesamten Schaufenster ausgewiesen. Beliebt sei auch der Trick, so die Verbraucherzentrale, "in der Auslage Waren mit Preisschildern auszustellen, von denen nur die leere Rückseite zu sehen ist." Laut Verbraucherzentrale handelt es sich bei den Geschäften, die gegen die Preisangabenverordnung verstoßen, "fast ausschließlich um kleinere Unternehmen im eher höheren Preissegment." Aus Sicht der Verbraucherschützer sind dies keine Zufälle. Die Neue Verbraucherzentrale forderte deshalb den Einzelhandelsverband und Ordnungsbehörden auf, dagegen vorzugehen und verweist auf mögliche Bußgelder von bis zu 25 000 Euro. Für "Einzelfälle" hält solche Verstöße gegen die Preisangabenverordnung dagegen Tino Beig vom Einzelhandelsverband Nord, Bezirksstelle Neubrandenburg. "In der Masse spiele das keine Rolle", sagt er.

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