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Bützower Zeitung

18. November 2017 | 00:24 Uhr

Rühn : „Vorrat schaffen“ im Kloster

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Standesbeamtin Heidi Wendt liest morgen beim „Kulturpunkt“ aus ihrem neuen Buch

von
erstellt am 14.Nov.2017 | 09:00 Uhr

Winterzeit bedeutet im Kloster Rühn Zeit für Plattdeutsche Abende, Lesungen, Musik der kleinen Form – oder um es auf den Punkt zu bringen „Kulturpunkt Kloster Rühn“. Morgen ist es wieder soweit. Um 19 Uhr wird in die Klosterschänke eingeladen. Dann heißt es „Bitte wend(t)en“. Eine Lesung mit Heidi Wendt, Standesbeamtin aus Neukloster.

Seit Herbst 2010 gibt es mittlerweile die Veranstaltungsreihe „Kulturpunkt Kloster Rühn“. Und sie ist nicht mehr aus dem Veranstaltungskalender wegzudenken. Ziel war es von Anfang an, auch in der kalten Jahreszeit, vom Herbst bis zum Frühjahr kulturelle Reizpunkte zu setzen und das Kloster zu beleben.

Die Oktoberveranstaltung stand ganz im Zeichen der plattdeutschen Sprache. Michael Constien sorgte für tolle Stimmung (SVZ berichtete). Die sollte auch morgen Abend aufkommen, wenn Heidi Wendt zu einer Lesung einlädt. Wie es dazu kommt, dass eine Standesbeamtin durch die Lande zieht und Lesungen bestreitet sowie selbst zur Buchautorin wird, schildert sie wie folgt: „Angefangen hat alles damit, dass ich als Standesbeamtin kleine Geschichten und Gedichte für meine Traureden über die Liebe suchte. Dabei habe ich viele schöne Kurzgeschichten entdeckt, die den ganz normalen Alltag auf humorvolle Weise beschreiben. Diese hätten kaum in eine Traurede gepasst. Deshalb begann ich vor über zehn Jahren mit dem Vorlesen von Geschichten.“

Auf einem Plakat warb Heidi Wendt unter dem Motto „Bitte wend(t)en!“ für ihre Veranstaltungen. Die fanden eine ein breites Publikum. Und so verband sie die fremden Texte mit eigenen Erinnerungen. „Diese fanden so viel Anklang, dass ich nun anfing, sie aufzuschreiben. Da mein Mann ein ebenso humorvoller Geschichtenschreiber ist, habe ich auch seine Erzählungen mit Erfolg vorgelesen“, so Heidi Wendt. „Den Zuhörern gefä1lt es besonders, dass wir uns auch mal selbst auf den Arm nehmen können, dass wir selbst über uns lachen können.“ Nachdem bereits 2014 das Buch „Bitte wend(t)en – Der Fisch meines Lebens“ erschienen ist, heißt das neue Büchlein „Bitte wend(t)ten – Vorrat schaffen“.

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