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Bützow : „Vor dem Rühner Tor“ wird später saniert

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Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Landesstraßenbauamt Stralsund muss Planfeststellungsverfahren einleiten / Bau der Brücke am Aalfang beginnt im Frühjahr 2018 und dauert rund ein Jahr

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erstellt am 16.Sep.2017 | 10:00 Uhr

Die Sanierung der Straße „Vor dem Rühner Tor“ verschiebt sich weiter. Wann das Straßenbauamt Stralsund damit beginnen kann, ist ungewiss. Der Grund: Die Landesbehörde muss ein Planfeststellungsverfahren durchführen. Das könnte auch Auswirkungen auf andere Bauvorhaben der Stadt rund um den Schlossplatz haben.

Nach vielen Jahren der Vorbereitung sollten die Bauarbeiten an dem letzten großen Bauabschnitt am Bützower Schloss nun endlich beginnen. Die Schloßstraße ist saniert und auch die Rühner Straße. Nun geht es darum, die neue Brücke über das sogenannte Ausfallwasser – bei den Bützowern als Aalfang bekannt – zu errichten und die Straße Vor dem Rühner Tor zu sanieren. In drei Losen soll das erfolgen. Der Bau der neuen Brücke (Los 1), der Abriss der Behelfsbrücke und der Anschluss an die Schloßstraße (Los 2) sowie das Los 3, die Sanierung der Straße Vor dem Rühner Tor. Doch im Anhörungsverfahren konnte das Straßenbauamt Stralsund für das Los 3 nicht mit allen eine Einigung erzielen. Was speziell an den Bauplanungen kritisiert wurde, dazu wollte sich Ralf Sendrowski, Leiter des Straßenbauamtes, nicht äußern. Die Einwände seien so speziell, dass er diese nicht benennen könne, um den Einwandgeber auch zu schützen.

Die Landesbehörde muss nun dieses Planfeststellungsverfahren durchführen. Nur so könne das Straßenbauamt das Baurecht für dieses Vorhaben erlangen. Das bedeutet eine erheblichen Zeitverschiebung. Ralf Sendrowski: „Das Planfeststellungsverfahren wird voraussichtlich im vierten Quartal 2017 eingeleitet. Mit dem Baurecht, also dem Planfeststellungsbeschluss wird Mitte 2019 gerechnet.“ Bürgermeister Christian Grüschow drückte es auf der jüngsten Stadtvertretersitzung so aus: „Es ist zu erwarten, dass es – bei optimalem Verlauf des Verfahrens – zu einer weiteren Verzögerung der Baumaßnahme von mindestens eineinhalb Jahren kommt.“ Es könnte aber auch durchaus länger dauern. Das habe natürlich auch Auswirkungen auf die Bauvorhaben der Stadt, sagt der Verwaltungschef gegenüber SVZ. Die Arbeiten am „Park am Schloss“ seien ja nicht auf das derzeitige Bauareal beschränkt. Eine Fußgängerbrücke soll vom Bereich des einstigen Rosengartens hinüber zum Schloss führen, macht Christian Grüschow deutlich. Geplant ist schließlich auch der Bau einer Parkpalette auf dem Gelände des ehemaligen Möbelhauses Westphal, unmittelbar an der Straße „Vor dem Rühner Tor“ gelegen.

„Wir sind da aber intensiv mit dem Straßenbauamt Stralsund im Gespräch“, sagt Christian Grüschow. Er sehe in der Landesbehörde einen guten Partner, mit dem die Stadt immer nach der besten Lösung sucht. Deshalb gehe er davon aus, dass bestimmte Bauvorhaben dennoch angeschoben werden können, auch wenn die Straßensanierung noch nicht erfolgt. „Es geht schließlich auch um Fördermittel, die schon in Aussicht gestellt wurden“, sagt der Bützower Bürgermeister. Eine Verschiebung würde bedeuten, dass der Fördermittelgeber da auch mitspielen müsse.

Fest steht aus Sicht des Straßenbauamtes Stralsund der Baubeginn für die neue Aalfangbrücke: Frühjahr 2018. „Die Bauzeit beträgt circa ein Jahr. Der Rückbau der Behelfsbrücke erfolgt nach der Fertigstellung der neuen Brücke“, so Ralf Sendrowski.



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