Warnow : Von menschlichen Silhouetten und Holz

Künstler-Familie freut sich auf Kunst offen: Ursula Banse präsentiert ihre Bilder, ihr Ehemann Joachim seine Holz-Werke.
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Künstler-Familie freut sich auf Kunst offen: Ursula Banse präsentiert ihre Bilder, ihr Ehemann Joachim seine Holz-Werke.

Malerin Ursula Banse und ihr Mann Joachim, der sich der Holzkunst verschrieben hat, können das Pfingstwochenende kaum erwarten – dann ist wieder Kunst offen

svz.de von
16. Mai 2018, 12:00 Uhr

Am verlängerten Pfingstwochenende werden wieder viele gelbe Regenschirme die Region zieren. Diese sind nämlich das Markenzeichen der landesweiten Aktion Kunst offen. Künstler laden dann wieder ein, sich bei der Arbeit über die Schulter schauen zu lassen und die Ateliers unter die Lupe zu nehmen. Auch hier in der Gegend werden die Schirme stehen. Zum Beispiel bei Familie Banse in Eickhof.

Ursula und Joachim Banse sind beide Künstler. In der Dorfstraße 4, aus Richtung Warnow kommend gleich die Straße links hinein, wohnen sie seit 1999 in einem ehemaligen Bahngebäude. Ringsherum herrscht Natur pur. Das wirkt sich auf die Kunst aus, vorrangig bei Joachim Banse. Er hat sich nämlich der Holz-Kunst verschrieben. „Seit der Jugend habe ich viel gezeichnet. Inzwischen habe ich meine Muße für Holz entdeckt.“ Bei Spaziergängen stechen ihm beispielsweise Holzstücke ins Auge, die dann verarbeitet werden. Oft werden die hölzernen Stücke mit anderen Materialien kombiniert, etwa mit einem Stein oder sogar einer Kelle aus Silber. „Alles, was zusammen passt“, sagt Joachim Banse. Erst seit wenigen Jahren geht er der Holzkunst intensiver nach. An Kunst offen beteiligt er sich das erste Mal.

Anders seine Frau Ursula, sie nimmt bereits das siebte Mal an der Aktion teil. Sie ist Malerin und präsentiert über Pfingsten ihre Bilder. Die Motive sind alle auf Themen der Gegenwart bezogen, wie etwa mit Religion. Ihr Markenzeichen sind menschliche Silhouetten. Warum Silhouetten? „Weil es nicht darauf ankommt, ob ein Mensch groß oder klein, dünn oder dick ist“, sagt Ursula Banse. Entscheidend sei, dass der Mensch etwas bewegt.

Grausamkeit würde die Eickhoferin nicht zeichnen, stattdessen stets „Wege zur Lösung“. Auch Stillstand wird man nicht auf ihren Bildern finden, die Silhouetten sind stets in Bewegung. Die Bilder haben meist einen ernsten Hintergrund. Da kann das Malen durchaus schon mal ein halbes oder dreiviertel Jahr dauern. Denn oft werden im Vorfeld Ideen gesammelt und verschiedene Skizzen angefertigt.

Die Banses freuen sich auf die Besucher der Aktion Kunst offen. Viele Interessierte fahren dafür sogar ganze Routen ab. „Man lernt interessante Menschen kennen“, sind sich beide einig. Oft diene das Thema Kunst als Eisbrecher, dann werde munter geredet. In Gesprächen mit anderen Künstlern gebe es auch Anregungen und Ideen.

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