Bützow : Von Detektiven und Zeitreisenden

Die vielen Fragen der neugierigen Schüler beantwortete Polizistin Heike Garbe.
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Die vielen Fragen der neugierigen Schüler beantwortete Polizistin Heike Garbe.

Beim Vorlesetag in der Grundschule am Schloßplatz stellen die Kinder ihren Gästen viele Fragen zu ihren Berufen

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20. November 2015, 18:08 Uhr

Der Vorlesetag ist für die Kinder an der Grunschule am Schloßplatz immer etwas besonderes. Seit 2008 versammeln sich die Schüler jedes Jahr im Herbst und sind gespannt, wer in ihre Klasse kommt, um aus einem Buch vorzulesen. Gestern war es nicht anders: Die Jungen und Mädchen hingen an jedem Wort von Sabine Prescher, Leiterin des Krummen Hauses. Sie stellte die Vorleser vor und verriet dann endlich, in welcher Klasse sie eine Schulstunde verbringen würden. In Bützow läuft die bundesweite Aktion unter dem Titel „Prominente Bützower lesen für Schüler“. Zwölf bekannte Gesichter der Warnowstadt besuchten dafür die Klassen.

Birgit Czarschka, Leiterin der Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft Umwelt und Arbeit Bützow und Umland, musste kurz vor Beginn noch einmal umdisponieren. „Ich habe ein Buch für die vierte Klasse in der Tasche“, gab sie lachend zu. Sie sollte den Erstklässlern etwas vorlesen und griff sich dafür dann ein Feuerwehrbuch. „Das passt perfekt“, war sie überzeugt, dass sie die Schüler damit begeistern würde.

Pastorin Christine Oberlin hatte sich „Kleine Feder McAbony“ ausgesucht. Darin geht es um ein Indianerkind, „was eigentlich aus der Welt vor 200 Jahren stammt“, so Oberlin. Das Buch enthalte viele schön verpackte Lektionen, aber auch Abenteuer. „Ich habe das Buch als Erwachsene entdeckt“, sagt sie. Insgesamt erinnere es an „Der kleine Prinz“.

Besonders laut freuten sich die Jungen und Mädchen der Klassen 3a und 2a. Sie bekamen Besuch von zwei Uniformierten: Polizistin Heike Garbe und Feuerwehrmann Volkmar Roßnagel. Neugierig fragten sie die beiden aus. Zwei Berufsgruppen, denen Kinder gern nacheifern.

Volkmar Roßnagel, der bereits seit 30 Jahren in der Feuerwehr aktiv ist, sprach mit den Schülern über die Aufgaben der Feuerwehr, die nicht nur Feuer löscht, sondern auch bei Unfällen hilft und Tiere rettet. „Ich habe die Kinderbibel mitgebracht“, kam er schließlich zum eigentlichen Thema: dem Vorlesen. Das fast über 2000 Jahre alte Buch sei eine Sammlung mehrerer Bücher, also quasi eine kleine Bibliothek, erzählte er. Den Schülern las er anschließend die Josefsgeschichte vor.

Die Geschichte rund um „Die Detektivzwillinge und die geheimnisvolle Villa“ wurde in der Vorlesestunde mit Heike Garbe schnell zur Nebensache. Nach einem Kapitel schnellten die Arme der Kinder nach oben, so viele Fragen hatten sie an die Polizistin. Diese erklärte geduldig, wann man böse Menschen festnehmen muss und was sie während der Arbeit alles bei sich trägt. Neben Taschenlampe, Funkgerät und schusssicherer Weste sind das natürlich auch Handschellen. „Die habe ich als Spielzeug“, verkündete ein Schüler und alle anderen stimmten sofort zu. „Die Polizei hat ganz viele verschiedene Aufgaben und wir haben viel mit Menschen zu tun“, erzählte Garbe. Tatsächlich wussten die meisten Schüler bestens Bescheid, warum zum Beispiel Autofahrer angehalten werden. „Mama ist auch immer angeschnallt“, versprach eine Schülerin. Etwas weniger turbulent verlief die Lesestunde von Ulrike Lutsch, Leiterin der Musikschule. Auch sie traf mit ihrem ausgewählten Buch„Ella in der Schule“ genau den Geschmack Schüler. „Ich lese es noch zu Ende und dann schenke ich es euch“, versprach sie Sabine Prescher vom Krummen Haus im Anschluss.

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