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Bützower Zeitung

23. November 2017 | 14:26 Uhr

Benitz : Von der Ruine zum Schmuckstück

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Dagmar und Heiko Holzbrecher sanieren das alte Gutshaus in Benitz / Fünf Wohnungen sind schon vermietet

svz.de von
erstellt am 02.Dez.2015 | 17:36 Uhr

Nachdem das Guthaus in Benitz lange Jahre leer stand, bringen Heiko und Dagmar Holzbrecher das Gebäude jetzt auf Vordermann. Die beiden haben es im März dieses Jahres gekauft und setzen seitdem alles an die Instandsetzung. Damit hat das Ehepaar eine Mammutaufgabe übernommen, denn das Guthaus war außen wie innen in sehr schlechtem Zustand. „Über kurz oder lang wäre es zusammengebrochen“, sagt Dagmar Holzbrecher.

Schäden an der Fassade, verschimmelte Wände im Innenbereich und bergeweise alter Akten und Unrat waren nur einige der Altlasten, die das Gebäude mit sich brachte. „In den ersten Wochen haben wir ganze 21 Container Schutt und Müll rausgetragen“, berichtet Heiko Holzbrecher. Dass die neuen Eigentümer der Herausforderung gewachsen sind, zeigt der rasante Fortschritt der Bauarbeiten. Von insgesamt acht geplanten Mietwohnungen, sind bereits fünf vergeben. Die ersten Mieter haben vor einigen Wochen ihr neues Zuhause bezogen. „Die obere Etage ist komplett fertig“, sagt Dagmar Holzbrecher. Die übrigen Wohnungen sollen bis zum Sommer 2016 fertig sein. Die Mietverträge seien aber jetzt schon unter Dach und Fach. „Die Nachfrage ist sehr groß“, sagt Heiko Holzbrecher.

Damit das auch klappt, investieren Dagmar und Heiko Holzbrecher jede freie Minute in die Arbeit am Gutshaus. Zwar holen sich die beiden in speziellen Fällen Hilfe von regionalen Firmen, aber an vielen Stellen läuft der Umbau in Eigenregie. So hätten sie die Fassade beide allein heruntergeholt, erzählt Dagmar Holzbrecher. Abgeschreckt habe der Berg an Arbeit die beiden trotz allem nicht, sagt Heiko Holzbrecher, der als selbständiger Dachdecker tätig ist. Er habe schon Erfahrungen mit solchen Arbeiten. Und da er und seine Frau sowieso eine Investitionsmöglichkeit zur Altersvorsorge gesucht hatten, sei das Gutshaus eine gute Gelegenheit gewesen.

Mit der Sanierung des Hauses tun die Holzbrechers aber auch der Gemeinde einen Gefallen. „Viele Dorfbewohner haben einen engen Bezug zu dem alten Gutshaus“, sagt Dagmar Holzbrecher. So hätten sich die Benitzer in der Zeit, als es nur einen Fernseher im Dorf gab, dort getroffen, um sich gemeinsam um das Gerät zu scharen.

Um die Geschichte und den Neuanfang des alten Gutshauses zu würdigen, wollen Dagmar und Heiko Holzbrecher im kommenden Jahr ein kleines Fest veranstalten. „Wenn alles fertig ist, machen wir einen Aushang im Dorf, bauen ein paar Tische auf und feiern gemeinsam mit allen“, sagt Dagmar Holzbrecher.

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