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Bützower Zeitung

17. November 2017 | 18:57 Uhr

Rühn : Von der Außenwelt abgeschnitten

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Beschilderung über eine weitere Vollsperrung in Richtung Rühn sorgt für Verärgerung / Landkreis baut an Kreisstraße 7

von
erstellt am 14.Okt.2017 | 05:00 Uhr

Seit Wochen müssen Einwohner von Rühn, Pustohl und dem Eigenheimwohngebiet zwischen Bützow und Pustohl einen größeren Umweg in Kauf nehmen. Der Grund: Die Bauarbeiten am Forsthof in Bützow und die damit verbundene Vollsperrung. Doch das ist noch nicht das Ende. In der Woche zwischen dem 23. und 27. Oktober setzt der Landkreis Rostock noch einen drauf. Dann soll auch die Umleitungsstrecke über die Vierburg nach Rühn zeitweise voll gesperrt werden.

„Was denken die sich dabei“, fragt sich zum Beispiel Helga Schöck aus dem Eigenheimgebiet in Bützow. Ihr Mann sei gerade nach Hause gekommen und hätte die vorbereitete Beschilderung für die Straßensperrung bemerkt. „Wir sind ja jetzt schon von der Außenwelt abgeschnitten. Der Weg zum Einkauf verdoppelt sich dadurch nicht nur, sondern vervierfacht sich“, sagt Helga Schöck. Denn für sie bedeutet das, dass sie über Rühn, Hof Rühn, Steinhagen nach Bützow gelangt. Das sind rund 14 Kilometer. Gegenwärtig sind es vom Eichenweg über die Vierburg nach Bützow acht Kilometer. Normalerweise, ohne Baustellen, nur vier Kilometer.

Bei den bevorstehenden Arbeiten handelt es sich um die an der Kreisstraße 7 zwischen Rühn und der Kreuzung Warnow/Peetsch. Das Land hat dafür 61 900 Euro Fördermittel bereitgestellt. Dabei geht es um „die 400 Meter lange Asphaltdeckschicht im Bereich der Brücke über die Warnow bei Rühn sowie eine Fahrbahnverbreiterung im Kurvenbereich“, informierte Marlies Hempel, Sprecherin des Energieministeriums, bereits im Frühjahr. Das zur Verfügung gestellte Geld entspricht 75 Prozent der „zuwendungsfähigen Ausgaben“, heißt es. Die verbleibenden 25 Prozent trägt der Landkreis. Es handele es sich um die Sanierung der stark verworfenen Deckschicht, also eines Teils der Straßenkonstruktion.

Warum muss die Sanierung aber gerade jetzt erfolgen? „Was sollen wir machen“, sagt Kreissprecher Kay-Uwe Neumann. Es sitze keiner in der Kreisverwaltung und sage: Jetzt wollen wir mal die Rühner ärgern. Es hänge von vielen Faktoren ab, wann mit einer Baumaßnahme begonnen werden könne. Hier gehe es um eine Vollsperrung für zwei, drei Tage. Teilweise werde der Verkehr per Ampel an der Baustelle vorbeigeführt. Doch zu genaueren Zeiten könne der Kreis erst etwas sagen, wenn in der kommenden Woche die Absprachen mit dem Baubetrieb erfolgen, so Neumann.

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