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Unfall bei Güstrow : Vom Verursacher weiter keine Spur

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

B 104 Sonnabend war für drei Stunden voll gesperrt, nachdem ein Pkw gegen einen Lichtmast krachte.

Sonnabend gegen 12.30 Uhr auf der B 104 kurz hinter dem Bahnübergang Devwinkel in Richtung A19: Drei Fahrzeuge fahren hintereinander. Das mittlere, später verunglückte Fahrzeug, will den vorausfahrenden Pkw überholen und schert aus. Der Fahrer bemerkt in dem Augenblick den Gegenverkehr und ordnet sich wieder ein. In diesem Augenblick nähert sich von hinten das dritte Fahrzeug und setzt zum Überholen an, in der Absicht beide Autos in einem Überholvorgang hinter sich zu lassen. Auch dieser Fahrer bemerkt da erst den Gegenverkehr und bricht das Überholmanöver ab. Als er auf Höhe des zweiten Pkw ist, zieht er nach rechts, um sich einzuordnen, obwohl sich auf gleicher Höhe der später verunglückte Pkw befindet. Dieser versucht dem herannahenden Pkw nach rechts auszuweichen, kommt aber nach rechts von der Fahrbahn ab. Der Pkw dreht sich einmal um die eigene Achse und stößt frontal gegen einen Metallzaun am angrenzenden Radweg. Dort bleibt er stehen. Die Insassen des Pkw (Kraftfahrer, schwangere Freundin, Kleinkind) können sich allein aus dem Auto befreien. Alle drei Personen werden zunächst zum KMG-Klinikum Güstrow gebracht. Sie sind leicht verletzt. Auch ein Hund ist gerettet. Er wird an das Auto, das Schrott ist, angebunden, damit er nicht wegläuft. Der Verursacher des Unfalls flüchtet. Die Staatsanwaltschaft Rostock ordnet den Einsatz der Dekra an. Die B 104 ist für ca. drei Stunden bis gegen 16 Uhr voll gesperrt.

Die Beamten und Rettungskräfte haben aber nicht viel Zeit zum Verschnaufen. Nur 30 Minuten später kracht es wieder. Dieses Mal werden sie an die Ecke Verbindungschaussee/Neukruger Straße in Güstrow gerufen. Ein Pkw-Fahrer bekommt die Kurve nicht und kracht gegen eine Laterne und einen weiteren Mast, an dem Verkehrshinweiszeichen angebracht sind. Erste Ermittlungen bestätigen: Er ist auf regennasser Straße zu schnell gefahren, reagierte vermutlich beim Bremsen aber auch falsch. Nach dem „Rendezvous“ mit den Masten dreht sich das Auto und landet auf dem Gelände eines Autohauses. Der Fahrer wird leicht verletzt. Weil er Kopfschmerzen hat, nehmen ihn die Sanitäter ins Krankenhaus Güstrow mit.

Polizeikommissar Andreas Schröder, am Sonnabendvormittag im Einsatz, schüttelt verständnislos den Kopf. Ein bisschen viel in dieser kurzen Zeit. Dabei standen er und seine Kollegen von 9.30 bis 10.30 Uhr in Klueß mit einem Lasergerät, um Geschwindigkeiten zu kontrollieren. Die Polizeiinspektion wirkt damit präventiv gegen Raser. Sprecher Gert Frahm hatte bereits in der vergangenen Woche gegenüber SVZ erklärt: „Zu hohe Geschwindigkeiten sind eine der Hauptunfallursachen, deshalb werden wir auch in diesem Jahr verstärkt kontrollieren.“ In Klueß – ein bekannter Güstrower „Blitzerort“ – werden am Sonnabend in einer Stunde fünf Fahrzeugführer zur Kasse gebeten. Sie müssen Verwarngeld zahlen. 27 Fahrzeuge werden gemessen. Wenig später waren Andreas Schröder und seine Kollegen bei dem Unfall am Bahnübergang Devwinkel…


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erstellt am 12.Jan.2014 | 22:00 Uhr

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