zur Navigation springen
Bützower Zeitung

11. Dezember 2017 | 06:55 Uhr

Bützow : Vom Oldtimer-Fieber erfasst

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Birgit Röse aus Bützow war beim 1. Mecklenburger DKW-Treffen mit dabei. Weiteste Anreise hatte Kar-Heinrich Blender aus Eckernförde

von
erstellt am 22.Mai.2016 | 21:00 Uhr

Das 1. Mecklenburger DKW-Treffen ist Geschichte. Die Organisatoren von den Oldtimer-Freunden Bützow blicken auf ein erfolgreiches Wochenende zurück. „Es war eine gelungenen Veranstaltung, sodass es eine Fortsetzung finden wird. Wir wollen es zur Tradition werden lassen“, sagt Matthias Röse.

Das Knattern alter Motore ist zu hören und Benzingeruch liegt in der Luft an diesem Sonnabendvormittag auf dem Gelände des Kloster Rühn. „Das passt doch zusammen, das historische Kloster und die Oldtimer“, sagt Röse und schaut sich um. Die ersten Teilnehmer und Besucher sind schon kräftig beim Fachsimpeln. Unter den historischen Fahrzeugen sticht natürlich ein roter Cabrio heraus. Es handelt sich um einen DKW F8 Meisterklasse aus dem Jahr 1938. Fahrerin ist Birgit Röse. „Mein Mann sammelt alte Motorräder. Mein Schwager auch. In dieser Familie wird man einfach vom Oldtimer-Fieber angesteckt“, erzählt Birgit Röse und lacht. Wenn es das Wetter zulässt, setzt sie sich am Wochenende ans Lenkrad und fährt los. Der F8 hat 20 km/h. So schnell kann er nicht fahren. Es sei einfach entspannend in dem Oldtimer übers Land zu fahren, erzählt die Bützowerin. Ab und an winken ihr Bekannte zu. „Oder sie geben Lichthupe. Ich möchte dann zurückgrüßen. Doch eine Lichthupe hat das Auto natürlich nicht“, erzählt Birgit Röse.

Ellen und Reinhard Scharein aus Trams kennen das. Auch sie fahren seit 2011 einen F8 aus dem Jahr 1952. „Wir wollten uns ein Auto ausleihen, meine Eltern zur Diamantenen Hochzeit überraschen. Mein Vater ist früher ein solches Auto gefahren“, erzählt Ellen Scharein. Anstatt ein DKW F8 auszuleihen, haben sie ihn gekauft und rund ein Jahr daran gebastelt, dass er wieder wie neu ausschaut.

Rund drei Jahre hat Bernd Klönhammer aus Teterow an seinem Motorrad DKW ZL aus dem Jahr 1922 geschraubt. „Es war ein Hänger voller Schrott“, erinnert er sich. Er sei dann zum Motorradmuseum auf Schloss Augustusburg in Sachsen gefahren und habe dort an einem typengleichen Motorrad alles ausgemessen, welche Teile dazugehören, erzählt der 74-Jährige, der seit 1958 Mitglied beim MC Bergring Teterow ist. Der lederne Keilriemen kommt zum Beispiel aus Malaysia von einem Deutschen, der dort Motorradteile herstellt. Klönhammers Fahrzeug mit seinem fast 100 Jahren ist das älteste, das ihn Rühn an diesem Tag zu sehen ist.

Doch es sind nicht nur die restaurierten Zweiräder, die am Sonnabend für Gesprächsstoff sorgten. Ganz begeistert ist zum Beispiel der Bützower Detlef Lück von einer DKW Blutblase, die fast im Originalzustand zur Schau gestellt wird und für den Laien eher rostig aussieht. „Den Namen hat das Krad bekommen wegen des roten Tanks“, erklärt Lück. Ein baugleiches Zweirad aus dem Jahr 1929 fährt der Bützower selbst. Das ist restauriert.

Insgesamt waren 25 Autos und Motorräder in Rühn zu sehen. „Dafür dass es sich um ein Markentreffen handelt und das zum ersten Mal, ist das sehr gut“, freut sich Matthias Röse. Insgesamt kamen die Oldtimerfreunde aus Brandenburg, Berlin, Schleswig-Holstein und natürlich Mecklenburg-Vorpommern. Die weiteste Anreise hatte Karl-Heinrich Blender aus Bützows Partnerstadt Eckernförde. Publikum und Oldtimerfreunde wählten übrigens die Fahrzeuge von Birgit Röse und Bernd Klönhammer zu den schönsten des Treffens.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen