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Bützower Zeitung

20. Oktober 2017 | 05:30 Uhr

Bützow : Vom Leben in der Baustelle

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Anny Zabel wohnt am Leninring in Bützow und vermisst genauere Informationen

von
erstellt am 17.Aug.2017 | 12:00 Uhr

Seit etwas mehr als einem Jahr wohnt Anny Zabel in Bützow. In ihrer Dreiraum-Wohnung am Leninring fühlt sie sich wohl und ist zufrieden. Doch seitdem die Bauarbeiten Am Forsthof begonnen haben, ist alles ein wenig anders. Die Neu-Bützowerin macht sich so ihre Gedanken, beklagt auch, dass es zu wenig Informationen gibt, zum Beispiel über die Fahrzeiten des Stadtbusses.

„Eigentlich lebt es sich gut hier. Ich habe alles, was ich brauche. Läden zum einkaufen, die Apotheke in der Nähe“, sagt die Anny Zabel. So weit es geht, ist sie auch noch mobil, hat einen Rollator. Aufs Fahrrad steigt sie eher nur noch selten. Umso mehr ist sie auf die öffentlichen Verkehrsmittel angewiesen. „Ich war mit meinem Rollator zum Rühner Landweg. Bis dahin fährt ja der Bus. Aber da hängen noch die alten Abfahrtzeiten dran“, sagt die 84-Jährige. Sie könne sich aber nicht vorstellen, dass die noch alle stimmen. „Der Bus fährt ja einige Haltestellen nicht mehr an. Ich kann mir nicht vorstellen, dass der Fahrer so lange wartet“, sagt die Bützowerin. Sie habe sich auch übers Internet informiert. „Doch auch da stehen die alten Fahrzeiten drin“, hat Anny Zabel festgestellt.

Und daran werde sich auch nichts ändern, sagt Axel Raffel von der Omnisbusverkehrsgesellschaft rebus. „Die Fahrer warten am Rühner Landweg wirklich so lange und fahren dann entsprechend des Fahrplans zurück“, so Raffel. Anderenfalls hätten ja sämtliche Fahrpläne umgeändert werden müssen.

„Wenn das so ist, ist das ja in Ordnung“, sagt Anny Zabel. Denn für sie ist in der Zeit der Bauarbeiten die Haltestelle am Rosengarten, gegenüber der Warnowklinik, dann die bessere Alternative. „Denn zum Rühner Landweg muss ich über die Baustelle. Und das ist sehr beschwerlich mit dem Rollator“, sagt Anny Zabel.

Dass die Straße saniert werden muss, das stehe außer Frage. Jedoch hätte sie sich gewünscht, dass solche Informationen noch besser vermittelt werden, sagt Anny Zabel. „Was ist zum Beispiel mit der Müllabfuhr?“ In der Nachbarschaft hat jemand alte Möbel rausgestellt. Die würden nun schon einige Tage liegen.

Insbesondere beschwerlich ist es wirklich für die Bewohner und Geschäftsleute am Leninring. Sie sind tagsüber mehr oder weniger von der Außenwelt abgeschlossen. Geparkt werden kann auf dem Parkplatz des ehemaligen Edekamarktes. Dann geht es zu Fuß hinüber auf die andere Straßenseite. Wie gestern zum Beispiel der Lieferant vom Mittagessen.

Die Baufirma hatte aber zugesichert, dass Anwohner vor um 7 Uhr von ihren Grundstücken hinunter kommen und auch nach 18 Uhr zu ihren Wohnhäusern gelangen, soweit es vom Bauablauf machbar ist. Gleiches gelte für die Wochenenden.

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