Bützow : Visionen für ein attraktives Stadtbild

So könnte das Haus am Hafen aussehen. Die Silhouette gleicht der eines Schiffes.
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So könnte das Haus am Hafen aussehen. Die Silhouette gleicht der eines Schiffes.

Makler Stefan Prössel will das Grundstück des ehemaligen Schmelzer-Hauses neu bebauen. Vor einem Jahr hat er dazu einen Antrag an die Stadt gestellt. Bisher gab es noch keine abschließende Antwort.

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17. Mai 2013, 08:27 Uhr

Bützow | "Ich möchte ein attraktives Eingangstor für Bützow und für den Hafen schaffen." Das sagt Stefan Prössel im Gespräch mit SVZ. Er möchte das Grundstück des ehemaligen Schmelzer-Hauses neu bebauen. Bereits vor einem Jahr hat er deshalb einen Kaufantrag an die Stadt gestellt. Bisher gab es noch keine abschließende Antwort.

Was der Bützower Immobilien-Makler dort plant, stellte der von ihm beauftragte Architekt kürzlich einigen Stadtvertretern vor. Ob das mit der Grund dafür war, dass ein Beschluss zur weiteren Gestaltung des Hafenareals auf der jüngsten Stadtvertretersitzung von der Tagesordnung genommen wurde (SVZ berichtete), kann nur vermutet werden "Wir hatten im Bauausschuss darauf hingewiesen, dass der Beschluss nicht eindeutig klarstellt, ob es um eine Bebauung oder eine anderweitige Nutzung des Grundstückes geht", sagt Joachim Fiedler.

Hintergrund: Viele Jahre war das Haus Langestraße 2, dass sich im Besitz eines Engländers befand, ein Schandfleck. Zuletzt wurde es sogar zu einer Gefahr für die Öffentlichkeit. Mit der Umsetzung der ersten Etappe der Neugestaltung des Hafens gelang es der Stadt, das Grundstück zurückzukaufen. Im vergangenen Jahr ließ sie dann das Gebäude abreißen. Nun geht es mit der nächsten Bauphase auch um die Frage, soll das Grundstück neu bebaut werden oder nicht?

Stefan Prössel hat dazu eine klare Auffassung. "Dort muss wieder ein Gebäude hin, was sich dem gesamten Konzept für das Hafengelände anpasst." Deshalb hatte er bereits in den zurückliegenden Jahren in den Eispavillion am Hafen auf der gegenüberliegenden Seite investiert, dort das Außengelände neu gestaltet, um dieses Kleinod, das unter Denkmalschutz steht, aufzuwerten.

Nun möchte der Immobilien-Makler die andere Seite des "Eingangstor zur Innenstadt" attraktiv gestalten. Dabei sollen sich die Ladenlokale dem Charakter des Areals anpassen. Prössel denkt u.a. an ein Fachgeschäft für Fahrräder, schließlich liege der Hafen direkt am internationalen Radfernweg Berlin-Kopenhagen. Außerdem könnte er sich ein Angebot für den Wassertourismus vorstellen. Im Obergeschoss sind dann drei Ferienwohnungen geplant, mit Blick auf den Hafen.

Stefan Prössel wandte sich an Architekt Hartmut Böhnke, der ihm entsprechende Entwürfe erarbeitete. Und der Bützower Geschäftsmann wird vom Architekten in seiner Auffassung bestärkt. In einem Schreiben an die Stadtverwaltung (liegt SVZ vor) schreibt Böhnke u.a. "Direkt an der Brücke über die Warnow, gegenüber dem Eispavillon bildet eine Bebauung den städtebaulichen Auftakt zum Stadtkern. Mit der Realisierung des ersten Bauabschnittes im Gestaltungsplan Hafen wurde der Beginn für eine Um- und Neugestaltung dieses bedeutenden Stadtbereiches geschaffen. ....Die Eckbebauung bildet den Anfang zum Wall bzw. Hafen und andererseits zur Bebauung der Stadt. Eine Grün- / Freifläche an dieser Stelle ist hier städtebaulich nicht sinnvoll und zerreißt die Auftaktsituation der Hafenbrücke."

Die neue Hafenpromenade sei mittlerweile ein richtiger Anziehungspunkt geworden. Diesen Effekt müsse man nutzen. Stefan Prössel denkt da auch weiter. Er hat bereits vor längerem den alten Speicher erworben. "Ich möchte damit aber nicht spekulieren", versichert der Bützower. Vielmehr wollte er das Objekt sichern und denke an Wohnungen, die dort entstehen könnten. Natürlich nicht von heute auf morgen. "Ich denke in einer Zeitspanne von fünf bis zehn Jahren", so Prössel.

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