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Bützower Zeitung

20. Oktober 2017 | 09:19 Uhr

schwaan : Viel Arbeit für ein bisschen Saft

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

In der Herbstprojektwoche an der Prof.-Franz-Bunke-Schule drehen sich viele Unterrichtsstunden um gesunde Ernährung

svz.de von
erstellt am 21.Okt.2015 | 12:00 Uhr

Der Duft von frischem Apfelkuchen erfüllte gestern die Flure der Prof.-Franz-Bunke-Schule in Schwaan. Die Schüler hatten gleich mehrere Bleche der Leckerei gezaubert. Auf dem Schulhof wurde währenddessen aus frischen Äpfeln Saft gepresst. Und auch in der ersten Etage drehte sich alles um das Obst. In dieser Woche beschäftigen sich die Schüler in einer Projektwoche mit unterschiedlichen Themen. So steht bei den zweiten Klassen der Igel, bei den Drittklässlern die Kartoffel und in der vierten Klasse Wasser auf dem Plan. – An den Äpfeln, mit denen sich unter anderem die ersten Klassen auseinandersetzten, kam aber wirklich niemand vorbei.


1500 Liter frischer Apfelsaft


„Die Erstklässler haben am Montag einen Baum übergeben bekommen“, berichtet Lehrerin Katrin Hacker, die sich um die Organisation kümmert. Jede Klasse hat einen eigenen Obstbaum, „den sie pflegen muss und auch ernten kann“, erklärt Hacker. Dazu gibt es einen Steckbrief, damit die Jungen und Mädchen wissen, was für Obst sie dann einmal naschen können. Seit 2012 kümmern sich die Schüler um die verschiedenen Obstbäume, darunter Kirschen, Pflaumen, Birnen und natürlich Äpfel.

Weil die Ernte der jungen Bäume noch mau ausfällt besuchten die fünften und sechsten Klassen am Montag eine Streuobstwiese der Familie Burmeister, wo sie das Obst aufsammelten und in Säcke füllten. Gestern wurde daraus frischer, unbelasteter Saft gepresst. Die mobile Mosterei vom Gutshaus Hermannshagen hatte dafür auf dem Schulhof aufgebaut. Zwei Tonnen Äpfel wurden benötigt, damit sich die Aktion lohnt. Das haben die Schüler, die über 60 Säcke füllten, problemlos geschafft. Am Ende sollten daraus gut 1500 Liter Saft abgefüllt werden.

„Wir haben dieses Jahr das Glück, dass der Landesverband der Schullandheime Schwerin unsere Saftpresse bezahlt“, so Hacker. Ein Teil des Saftes gehe als Dank an Familie Burmeister, die die Aktion durch die Nutzung ihrer Streuobstwiese ermöglicht.

An der Presse hier helfen die Schüler tatkräftig mit. Marc Ohde (13) sorgt dafür, dass immer genug Äpfel nachgeschüttet werden. Nebenan zeigte Niklas Kreim (15) seinen Mitschülern, wie mit der alten handbetriebenen Presse umgegangen werden muss. „Es macht Spaß ihnen das zu zeigen, ich hoffe sie lernen auch etwas dabei.“ „Es war früher alles anstrengender. Ich finde es ganzschön krass, dass sie früher so viel gearbeitet haben für Apfelsaft“, erzählt Cedric Bräuning, der den jüngeren Schülern an der Handpresse ebenfalls zeigt, wie sie aus Äpfeln frischen Saft herstellen.


Ein purpurroter Cousinot für die 1b


Neben den Projekten spielten auch im Unterricht der fünften und sechsten Klassen die Themen Streuobstwiese, Biene und gesunde Ernährung eine wichtige Rolle. Im Biounterricht hieß es beispielsweise „Gesund essen, Werbung vergessen“ und brachte den Schülern nahe, dass die Verpackung nicht immer hält, was sie verspricht.

Die Jüngsten verkosteten unterdessen gemeinsam mit dem Pomologen Rolf Steinmüller die verschiedenen Apfelsorten. Steinmüller hatte für die Jungen und Mädchen der 1b auch einen purpurroten Cousinot dabei, also genau die Sorte Apfel, um die sich die Schüler nun selbst kümmern sollen. „Das ist ein Apfel, den man an den Weihnachtsbaum hängen kann“, kommentierte der Pomologe. Denn tatsächlich landete der purpurrote Cousinot früher öfter am festlichen Baum als im Mund. Besonders gut – und gar nicht nach Pilz – schmeckte den Kindern die Sorte Shampion. „Er kann den Schülern sehr gut vermitteln, dass das gesundes, schmackhaftes Obst ist“, sagt Katrin Hacker zufrieden, nachdem die Rasselbande von Klassenlehrerin Ines Busacker weitergezogen war. Noch die gesamte Woche stehen Projekte an. So arbeiten einige Schüler daran, dass der Lebensbaumkreis hinter der Kunstmühle allmählich Form annimmt.

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