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Großbrand bei Schwaan : Video: Bandower Wohnhaus in Flammen

vom

In Bandow stand am Mitwochabend ein Wohnhaus in Flammen. Die Bewohner können sich retten. Mehrere Feuerwehren waren im Großeinsatz

svz.de von
erstellt am 26.Jan.2017 | 06:50 Uhr

Ein Wohnhaus ist  in Bandow in Flammen aufgegangen. Die Feuerwehren eilten mit einem Großaufgebot heran. Wie die Polizei am Brandort mitteilte, hatten die Bewohner eines Hauses in der Dorfstraße gegen 21.30 Uhr einen lauten Knall aus einem Anbau, in dem sich ein mit 3000 Litern gefüllter Öltank befindet, gehört. Kurz darauf brannte dieser. Die Bewohner brachten sich sofort in Sicherheit und verständigten die Feuerwehr.

Als die ersten Kameraden am Mitwochabend in Bandow eintrafen, hatten die Flammen bereits den Dachstuhl des angrenzenden Wohnhauses erfasst. Da in der unmittelbaren Nähe kein Hydrant war, bot ein Bewohner an, Wasser aus seinem Swimmingpool im Garten zu nutzen. „Ohne den Pool wäre das Wasser knapp geworden“, sagt Schwaans Wehrführer Maik Baun. Das dörfliche Hydrantensystem sei für solche Zwecke nicht ausgerichtet.   Trotz aller Bemühungen konnte die Feuerwehr nicht verhindern, dass der Dachstuhl des Hauses kurz darauf vollständig in Flammen stand. Zu retten gab es am Ende nichts mehr. Die Nachbarhäuser wurden während des Einsatzes evakuiert.

Dass explodierende Öltanks die Brandursache waren, bezweifelt Maik Baun. „Die Tanks waren in einem separaten Raum, einer Werkstatt. Der Brandherd war in einem Raum davor.“ Weil sich das Feuer ausbreitete und später das Dach über den Öltanks brannte, fiel heißes Holz auf sie und brachte sie zum Schmelzen. Das Öl wurde von dem Kameraden beim Löschen mit Wasser gestreckt, um Schlimmeres zu verhindern. Um das Einsickern von Öl ins Erdreich zu verhindern, ließ das Umweltamt des Landkreises Rostock den Tank über eine beauftragte Spezialfirma leer pumpen.

Weil ein technischer Defekt an der Heizungsanlage nicht ausgeschlossen werden kann, ermittelt die Kriminalpolizei nun wegen des Verdachts der fahrlässigen Brandstiftung. Der Kriminaldauerdienst beschlagnahmte dafür den Brandort und veranlasste den Einsatz eines Brandursachenermittlers.

Im Einsatz waren die  Feuerwehren aus Schwaan, Letschow, Bröbberow, Klein Belitz, Passin und Bützow. Insgesamt waren 74 Kameraden vor Ort. Wie Maik Baun berichtet, war der Einsatz samt Nachbereitung um 4 Uhr morgens beendet. „Ich danke den umliegenden Wehren für die gute Zusammenarbeit“, so der Wehrführer.
 

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