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Bützower Zeitung

18. November 2017 | 15:13 Uhr

Bützow : Verkrautetes Hafenbecken

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Heißer Draht: Leserin Rosita Fründt fürchtet wegen des verkrauteten Hafenbeckens einen Ausfall des Warnowlöpers

svz.de von
erstellt am 01.Jul.2017 | 09:00 Uhr

„Das Hafenfest ist eine schöne Sache, wo sich auch wieder viele Menschen treffen“, findet Leserin Rosita Fründt. Eine Sache ist ihr aber ein Dorn im Auge: Das Hafenbecken sei so stark verkrautet, dass sogar der Warnowlöper Probleme mit dem Durchkommen habe. „Ohne Boote ist das Hafenfest doch kein Hafenfest“, schrieb sie in einer Mail an die Redaktion. Sie schließt mit der Frage ab, ob sich die Stadt etwas einfallen lassen könnte.

Der Stadt sind in diesem Fall aber die Hände gebunden. Denn die Krautung der Warnow obliegt dem Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt (StALU MM). „Das ist nicht unser Unterhaltungsbereich“, sagt Frank Endjer, Sprecher der Stadt. Aus Sicht der Stadt wäre eine Entkrautung vor dem Fest begrüßenswert gewesen, denn aus der Bevölkerung habe es bereits einige Hinweise gegeben, so Endjer weiter. Auch dass der Warnowlöper Schwierigkeiten beim Anlegen hat, kann er bestätigen. „Wir kennen die Problemlage.“

Jean Weiß, Amtsleiter des StALU MM klärt auf: „Zur Sicherung des Gewässerabflusses muss das Kraut erfahrungsgemäß zweimal im Jahr geschnitten werden.“ Das letzte Mal wurde es im November vergangenen Jahres gejätet. Die nächste Krautung ist für den 15. Juli geplant – und damit zu spät für das Hafenfest. Das Vorankommen des Warnowlöpers habe dabei aber keine Priorität.

Renee Recke, Geschäftsführer der Warnow Tourismus GmbH, die den Warnowlöper unterhält, gibt aber Entwarnung. „Wir haben zwar zunehmend Schwierigkeiten, kommen aber trotzdem immer noch durch.“ Die Fahrt dauert dadurch lediglich ein paar Minuten länger. „Allerdings wird es von Woche zu Woche schlimmer“, so Recke. Darum hat er sich selbst an das StALU MM gewandt und möchte gemeinsam mit dem Amt nach einer kleineren Lösung suchen. Die könnte zum Beispiel in einer Teilentkrautung liegen. „Gegen eine Teilentkrautung im Hafenbereich durch die Stadt selber gibt es seitens des StALU MM keine Einwände. Zu beachten wären naturschutzrechtliche Genehmigungspflichten“, so Weiß.

Recke würde sich eine grundsätzliche Veränderung wünschen. „Ideal wäre natürlich einmal pro Monat eine Reinigung.“ Ihm ist aber auch bewusst, dass das nicht möglich ist. Immerhin kostet ein Schnitt zwischen 1500 und 2000 Euro. Und letztlich ist nur der Warnowlöper von dem Problem betroffen. Daher hofft Recke künftig auf kleinere Lösungen. „Ich würde gerne eine Begehung zur Lösungsfindung mit den Leuten vom StALU MM direkt vor Ort organisieren“, so Recke.

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