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Bützow : Vereine starten Projekt E-Mobilität

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Ziel: Touristische Angebote für die Region deutlich erweitern

Das Warnowdurchbruchtal mit dem Fahrrad erleben, das ist für ungeübte Fahrradfahrer ein Kraftakt, sind doch einige Anstiege zu erklimmen. E-Bikes und Pedelecs, also Elektrofahrräder, können eine Alternative sein. Die Fördervereine Bützower-Land, Naturpark Sternberger Seenland und Nossentiner/Schwinzer Heide, die schon seit Jahren für eine Vielzahl von touristischen Angeboten in ihren Regionen sorgen, haben deshalb ein neues Projekt aufgelegt: E-Bikes und Pedelecs, die in vielen Städten schon zum Alltag gehören, sollen nun auch für die touristische Erschließung der Region genutzt werden. Am kommenden Montag treffen sich Mitglieder der Fördervereine und weitere Partner zu einem ersten Informationsgespräch.

„Das wird eine spannende Aufgabe“, ist Ernst Schützler vom Förderverein Bützower-Land überzeugt. Der Qualitzer ist in das Projekt „Elektromobilität und freie WLAN-Hot-Spots“ stark involviert. Dabei geht es um ein breites Spektrum, macht Schützler deutlich. Er nennt zum Beispiel spezielle Fahrradrouten, die erstellt werden oder auch von geführten Touren speziell für Elektro-Fahrräder. Dafür muss jedoch zunächst die Infrastruktur geschaffen werden.

„Als eine wichtige Voraussetzung sollen Grundlagen für den Ausbau des Netzes der Ladestationen in der Region erarbeitet werden“, erklärt Ralf Koch vom Förderverein Naturpark „Nossentiner/Schwinzer Heide“. Deshalb gehe es zunächst im kleinen Kreis der Aktionspartner um eine Bestandsaufnahme, erklärt Ernst Schützler. Welche Ladestationstechniken gibt es und wo gibt es bereits solche Ladestationen, sind beispielsweise Fragen, die beantwortet werden müssen. Ziel sei es, ein Stationsnetzwerk für E-Mobilität aufzubauen, erklärt Schützler und nennt ein Beispiel: „Ladestationen, auch für E-Autos, sollten an Bahnhöfen wie in Bützow und Blankenberg eingerichtet werden. Doch auch an Museen oder Gaststätten. Wenn der Tourist dort einkehrt, kann er in der Zwischenzeit sein Bike aufladen.“

Doch die Ladestationen sind nur die eine Seite der Medaille. Es gehe auch darum, ein Nutzer- und Betreuungsnetz aufzubauen, unter anderem Ausleihstationen, Reparaturstützpunkte und Stationen, wo Batterien ausgetauscht werden können.

Der zweite Aspekt: Die E-Mobilität soll mit der Wlan-Hot-Spot-Technik verbunden werden. Ernst Schützler: „Mittels Smartphone oder Tablet können sich die Touristen über die verschiedenen Angebote informieren. Sei es, wo sie Ladestationen finden, wo sie übernachten oder spezielle touristische Angebote nutzen können.“

Sind jetzt in der ersten Phase des Projektes zunächst die Aktionspartner gefragt, um Strategien zu entwickeln, sollen danach auch die Kommunen aktiv mit einbezogen werden, erklärt Ernst Schützler. Denn das Projekt ist darauf gerichtet, Schwerpunkte der E-Mobilität zeitnah umzusetzen und gemeinsam dafür auch die finanziellen Voraussetzungen zu schaffen.

Finanziert wird das Projekt zum Teil durch Mittel aus dem Leader-Programm. Die Aktionsgruppen „Region Güstrower Landkreis“ und „Warnow-Elde-Land“ stellen Geld aus dem europäischen Förderprogramm bereit.

Neben den drei Fördervereinen gehören auch Stiftungen und Firmen der Energiebranche zu den Projektpartnern.

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erstellt am 31.Mai.2016 | 21:00 Uhr

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